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30.01.2001

11:48 Uhr

Eigenkapital der Bank nahezu aufgezehrt

Aufsichtsamt verbietet Bankhaus Partin alle Geschäfte

Das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen (BAKred) hat die Schließung des Bankhauses Partin GmbH & Co KGaA aus Bad Mergentheim angeordnet und ein Veräußerungs- und Zahlunsgverbot für die Bank erlassen.

Reuters FRANKFURT. Das Verbot aller Geschäfte der Bank sei erforderlich gewesen, nachdem ein "erheblicher, bisher ungedeckter" Wertberichtigungsbedarf festgestellt worden sei, teilte das BAKred in der Nacht zum Dienstag mit.

Dieser Wertberichtigungsbedarf habe das Eigenkapital der Bank nahezu aufgezehrt. Bei der Bank war am Dienstag zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. "Die zuletzt vorgeschlagenen Sanierungsmaßnahmen waren nicht geeignet, die Gefährdungssituation zu beseitigen", teilte das BAKred weiter mit.

Das Kreditinstitut Partin wies nach Angaben des Aufsichtsamtes per 31. Dezember 2000 ein Geschäftsvolumen von 556,3 Mill. DM aus. Die Verbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken (Einlagen) wurden den Angaben nach mit 471,4 Mill. DM ausgewiesen.

Nach Angaben des Bundesverbands deutscher Banken gehört das Bankhaus Partin der Einlagensicherung des Verbandes an. Damit sind die Kundeneinlagen einschließlich auf den Namen lautender Sparbriefe bis zu einer Summe von 10,636 Mill. DM pro Einleger geschützt.

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