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10.01.2003

15:52 Uhr

Eigenverwaltung beantragt

Plettac stellt Insolvenzantrag

Der Gerüstspezialist Plettac AG hat am Freitag wegen Überschuldung beim Amtsgericht Hagen die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Mit einem Bankkonsortium sei "überraschend" keine Einigung über eine Kreditstundung erreicht worden, berichtete die Gesellschaft im sauerländischen Plettenberg. Damit drohe 2003 die Überschuldung.

rtr/dpa FRANKFURT. Der Vorstand der Plettac AG sehe sich veranlasst, am 10. Januar 2003 beim zuständigen Amtsgericht Hagen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen Überschuldung zu stellen, teilte das Unternehmen mit. Zusätzlich werde Eigenverwaltung beantragt, um die Sanierung unter eigener Leitung fortführen zu können.

Es habe im Bankenkonsortium keine Einigung zu Stundungsfragen gegeben, die notwendig gewesen wären, um die auf Grund nicht gesicherter Finanzierung des Jahres 2003 bestehende Überschuldung rechtzeitig abzuwenden, begründete Plettac den Schritt. Für das abgelaufene Geschäftsjahr geht das Unternehmen nach früheren Angaben von einem Konzernverlust vor Steuern aus.

Die operativen Tochtergesellschaften der Sparte Gerüste, die Plettac Assco GmbH & Co. KG und die Stahl- und Maschinenbau - Stama - GmbH, würden zeitgleich Insolvenzantrag stellen. In der Plettac AG und diesen beiden Konzerngesellschaften sind den Angaben zufolge aktuell zirka 240 Mitarbeiter von insgesamt rund 3600 Konzern-Mitarbeitern beschäftigt.

2001 hatte plettac seinen Jahresüberschuss auf 53,8 Mill. ? nach einem Verlust von 55,6 Mill. ? im Jahr zuvor gesteigert. Grund für den Gewinnanstieg waren Forderungsverzichte.

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