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08.01.2002

10:35 Uhr

Eigenwilliges Design soll neue Käuferschichten locken

Apple stellt neuen iMac vor

Mit einem Nachfolger seines bisher erfolgreichsten Rechners iMac will der US-Computerbauer Apple seine stark geschrumpften Marktanteile wieder ausbauen.

Apple-Gründer Steve Jobs

Apple-Gründer Steve Jobs

afp SAN FRANCISCO. "Heute verabschieden wir den alten iMac. Und wir stellen einen von Grund auf neu gestalteten iMac vor", sagte Apple-Gründer Steve Jobs in der Nacht zum Dienstag bei der in San Francisco abgehaltenen Messe Macworld. Auffälligstes Merkmal des Computers ist ein Flachbildschirm. Jobs betonte, damit sei der "offizielle Tod des Röhrenbildschirms" bei Apple eingeläutet.

Der eigentliche Computer ist in einer weißen Halbkugel untergebracht. Aus deren Mitte ragt ein Teleskop-Arm, an dem der 15-Zoll-Flachbildschirm flexibel in alle Richtungen gedreht und geschwenkt werden kann. Das Gerät ist mit einem PowerPC-G4-Prozessor von Motorola ausgestattet und erreicht Takt-Raten von 700 und 800 Megahertz.

Experten rieten zu neuem Design

Apple, ursprünglich einer der erfolgreichsten Computerbauer der Welt, hatte zuletzt nur noch einen Marktanteil von fünf Prozent. Seit Mitte der 90er Jahre hatte das Unternehmen gegenüber den Rechnern mit Intel-Chips und Windows-System zunehmend an Boden verloren. Der knallbunte iMac ist mit seit 1998 verkauften sechs Millionen Rechnern das für den Umsatz von Apple wichtigste Produkt. Experten hatten dem Unternehmen aber zu einem neuen Design geraten, nachdem die Verkaufszahlen seit Jahren stagnierten.

Die neuen iMacs sollen schrittweise ab Februar zu Richtpreisen zwischen 1 855 und 2 551 ? (3 628 bis 4 989 DM) in den Einzelhandel gelangen. Als Betriebssystem dient das neue auf Unix basierende Mac OS X, das sich für weniger erfahrene Computernutzer vor allem durch eine sehr einfache Erstellung von digitalen Multimedia-Produkten auszeichnet. Insgesamt gibt es nach Firmenangaben bereits 2 500 Programme für Mac OS X. Mit wenigen Klicks können mit dem mitgelieferten Programmpaket etwa Digitalfotos bis hin zum gedruckten und gebundenen Buch bearbeitet, eigene Audio-CD erstellt, Filme mit eigenem Material zusammengeschnitten und auf DVD gebrannt werden.

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