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14.02.2001

15:01 Uhr

Ein Übernahmeangebot von Lloyds liegt vor - zu niedrig

Abbey National übertrifft Analysteneinschätzungen

Die britische Hypothekenbank Abbey National hat ihren Gewinn im vergangenen Jahr um elf Prozent gesteigert und dabei nach eigenen Angaben vor allem von wachsenden Geschäften außerhalb der Kernbereiche profitiert. Die Bank teilte am Mittwoch mit, der Gewinn vor Steuern sei um elf Prozent auf 1 975 Mrd. Pfund gewachsen. Analysten hatten 1,936 Mrd. erwartet.

Reuters LONDON. Abbey-Chef Ian Harley sagte, Geschäfte außerhalb des Kernbereichs, etwa Lebensversicherungen und das Firmenkundengeschäft, hätten 53 % des Gewinns erwirtschaftet. Für 2001 erwartet Harley einen Gewinn-Anteil dieser Bereiche von 60 % und für 2002 von 65 %.

Der Bank liegt ein Übernahmeangebot der Lloyds im Volumen von 19 Mrd. Pfund vor, das Abbey aber als zu niedrig bezeichnet. Die Hypothekenbank will ihrerseits mit der Bank of Scotland (BoS) fusionieren. Die Verhandlungen sind jedoch bis zu einem Beschluss der britischen Kartellbehörde OFT zu dem Lloyds-Angebot ausgesetzt. Harley sagte am Mittwoch, er rechne mit einer Entscheidung des Gremiums in den vier bis fünf Tagen. Sollte die Übernahme jedoch an die Wettbewerbsbehörde (Competition Commission) weitergeleitet werden, sollten die Aktionäre wegen des weiteren Vorgehens befragt werden, sagte Harley.

Analyst Tim Rees von Clerical Medical sagte, das Firmenergebniss übertreffe die Erwartungen und gebe Abbey ein Argument, für das es sich in der von den Aktionären erwarteten Debatte zu kämpfen lohne. Abbey will eher mit der BoS zusammengehen, um seine Umsätze auszuweiten. Eine Übernahme durch Lloyds gilt als teurer.

Die Abbey-Aktie verlor im Handelsverlauf an der Londoner Börse in einem schwachen Marktumfeld 0,9 % auf 12,14 Pfund.

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