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30.01.2001

15:24 Uhr

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Einen Tag vor Ablauf der Frist erst ein UMTS-Bewerber in Frankreich

Einen Tag vor Ablauf der Frist für die Bewerbung um die vier UMTS-Mobilfunklizenzen in Frankreich hat erst ein Unternehmen offiziell seine Kandidatur angemeldet.

vwd PARIS. Der zweitgrößte französische Mobilfunkbetreiber SFR reichte am Dienstag bei der staatlichen Telekom-Aufsichtsbehörde ART sein 32 000 Seiten umfassendes Dossier ein. Jede Lizenz soll zu einem Fixpreis von 4,95 Mrd Euro auf 15 Jahre verpachtet werden.

Für die vier Lizenzen kommen inzwischen theoretisch aber nur noch drei Bewerber in Frage, nachdem das Konsortium ST3G in der vergangenen Woche definitiv ausgestiegen war. Damit sind die Einnahmen aus der Lizenzvergabe für den Staat vermutlich deutlich niedriger als erwartet. Im Sommer hatte die Regierung in Paris noch mit sieben bis zehn Kandidaten gerechnet.

Der größte Mobilfunkbetreiber Orange, der zur France Telecom SA, Paris, gehört, will sich nach eigenen Angaben am Mittwoch bewerben. Dagegen wollte Bouygues Telecom erst nochmals über eine eigene Bewerbung beraten. Der Ausgang der Entscheidung bei Bouygues galt als offen, weil die Unternehmensführung mehrfach die hohen Preise für die Lizenzen kritisiert hatte. Der bis Dienstag einzige definitive Bieter SFR gehört zum Medienkonzern Vivendi Universal SA, Paris.

Die Regierung in Paris bleibt nach dem Ende der Bewerbungsfrist Herrin des Vergabeverfahrens. Bis spätestens Ende Juni soll die Entscheidung über die vorliegenden Bewerbungen bekannt gegeben werden. Danach wäre auch eine neuerliche Ausschreibung für die verbliebenen Lizenzen denkbar.



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