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01.05.2003

19:30 Uhr

Einschätzung von Donald Rumsfeld

"Relative Stabilität in Afghanistan erreicht"

Nach Einschätzung von US- Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat sich die Lage in Afghanistan inzwischen weitgehend normalisiert.

Reuters KABUL. Nach einem Treffen mit afghanischen Spitzenvertretern erklärte Rumsfeld bei seinem Besuch in Kabul am Donnerstag, für die US-Streitkräfte in Afghanistan habe nach der Phase der Kampfhandlungen daher nun "eine Periode der Stabilisierung und des Wiederaufbaus" begonnen. Auch wenn der größte Teil des Landes sicher sei, gebe es allerdings in einigen Landesteilen noch Gefahren durch weiter bestehende Widerstandsnester islamischer Extremisten.

Rumsfeld versicherte, die USA würden der afghanischen Führung unter Präsident Hamid Karsai weiter beim Aufbau einer eigenen Armee behilflich sein, die dann in der Lage sein werde, effizient mit dem Widerstand fertig zu werden. Unter militärischer Führung der USA waren die radikal- islamischen Taliban Ende 2001 in Afghanistan von der Macht vertrieben worden. Als Teil der internationalen Friedenstruppe befinden sich auch 18 Monate nach der US-Offensive noch über 7000 US-Soldaten in Afghanistan.

In jüngster Zeit war aus Afghanistan wiederholt über Anschläge berichtet worden, hinter denen Anhänger der Taliban und der Extremisten-Organisation El Kaida von Osama bin Laden vermutet wurden. In den USA gilt der untergetauchte Bin Laden als Drahtzieher der Anschläge vom 11. September 2001. Ob der mit einem Mill. schweren Kopfgeld gesuchte Bin Laden noch lebt, ist ungewiss. Pakistans Präsident Pervez Musharraf sagte am Donnerstag dem pakistanischen Satelliten-TV-Sender ARY, es gebe gewisse Hinweise darauf, dass sich Bin Laden eventuell mit einer kleinen Schar von Leibwächtern im Paschtunen-Gebiet an der Grenze zu Afghanistan verborgen halte.

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