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17.01.2003

19:25 Uhr

Einschätzung von US-Außenminister Colin Powell

USA rechnen bis Monatsende mit Beweisen

Bis Ende des Monats wird nach Einschätzung von US-Außenminister Colin Powell bewiesen sein, dass Irak nicht mit den UNO-Waffeninspektoren zusammenarbeitet.

Reuters BERLIN. Powell sagte der "Süddeutschen Zeitung" (Samstagausgabe) laut Vorabbericht, "wir glauben, dass am Ende des Monats überzeugend bewiesen sein wird, dass der Irak nicht kooperiert." Die USA würden nach dem 27. Januar ihre Informationen öffentlich machen, kündigte Powell an. An diesem Tag legen die UNO-Waffeninspektoren dem Sicherheitsrat einen Bericht über den Stand der Kontrollen vor.

Auf die Frage, ob die USA den Forderungen der UNO-Waffeninspektoren nach mehr Zeit für die Kontrollen stattgeben würden, sagte Powell: "Der Rat wird den Bericht entgegennehmen und daraufhin sein Urteil über die weitere Arbeit der Inspektoren fällen". Er fügte hinzu, es sei möglich, dass der Sicherheitsrat die Inspektoren beauftrage, "zwei Wochen später noch einen Bericht vorzulegen". Der irakischen Regierung warf Powell vor, seine Waffenarsenale nicht offen gelegt, den Zugang zu irakischen Waffenexperten nicht ermöglicht und die UNO-Inspektoren in die Irre geführt zu haben.

Für ein Vorgehen gegen Irak benötigten die USA keine zweite UNO-Resolution, sagte Powell: "Wir haben immer klar gemacht, dass die USA auch ohne eine zweite Resolution handeln werden, wenn wir der festen Meinung sind, dass der Irak noch über Massenvernichtungswaffen verfügt oder neue produzieren will." Dafür gebe es eine ausreichende Grundlage im Völkerrecht. Die USA haben mit einem Angriff auf Irak gedroht, sollte sich das Land den Abrüstungsforderungen der Vereinten Nationen nicht beugen.

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