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25.05.2000

16:15 Uhr

dih DÜSSELDORF. Der Unternehmensberater The Information Management Group (IMG) aus St. Gallen plant innerhalb der nächsten zwölf bis 18 Monate den Börsengang in Deutschland. Das sagte Marketing-Manager Harald Kusch dem Handelsblatt. Zur Vorbereitung ist die Investmentbank Goldman Sachs mit einer Investition von 19 Mill. Euro bei IMG eingestiegen. Außerdem hat die Gesellschaft ihre Kapitalstruktur neu geordnet. Die Beteiligung der Beschäftigten soll in den kommenden Jahren durch ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm von derzeit fünf auf 30 % steigen. Aktuell beschäftigt das Unternehmen 445 Menschen in Europa, 70 in den USA und 35 in Asien.

Die 1989 aus dem Umfeld der Universität St. Gallen heraus entstandene IMG hat sich auf die Beratung von Unternehmen beim Einstieg in das E-Business konzentriert. Sie hat ihren Umsatz im Geschäftsjahr 1998/99 (zum 30.9.) um zwei Drittel auf rund 100 Mill. sfr (62 Mill. Euro) gesteigert und dabei profitabel gearbeitet. In den kommenden Jahren will IMG nach eigenen Angaben auch durch Akquisitionen wachsen. Für 1999/2000 ist laut Kusch erneut ein Wachstum um rund 60 % geplant. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres stieg der Umsatz um rund 50 % auf 30 Mill. sfr. Dabei verdreifachten sich die Einnahmen aus der E-Commerce-Beratung.

"Wir wollen nicht einfach auf der Internet-Welle reiten, sondern vor dem Börsengang beweisen, dass wir E-Business-Experten sind", sagt Kusch. Der Beratungsansatz von IMG zielt darauf ab, E-Business als grundlegende Änderung der Unternehmensstrategie zu begreifen. Viele Unternehmen machten den Fehler, ein E-Business-System einfach auf die vorhandene Infrastruktur draufzusetzen, erklärt Kusch. IMG plädiere jedoch für ein globales IT- Management, das die herkömmliche Unternehmensplanungssoftware (ERP), Kundenbindungssysteme (CRM), Supply-Chain-Management (SCM) und E-Business-Lösungen zusammenfasse.

Dabei arbeitet IMG neben SAP, Siebel, Broadvision, Ariba und I2 seit Kurzem auch mit dem führenden E-Business-Software Tibco Software Inc., -Hersteller Palo Alto, zusammen.

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