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06.01.2003

14:37 Uhr

Eis auf der Ostsee

Schnee hat Norddeutschland im Griff

Die einen rutschen, die anderen rodeln: Schnee und Eis haben in Norddeutschland auch zu Beginn der Woche im Griff. Während zahlreiche Autos im Schnee stecken blieben oder über spiegelglatte Straßen schlitterten, freuten sich die Kinder über die an der Küste ungewohnten Wintersportfreuden.

HB/dpa HAMBURG/OFFENBACH/BOCHUM. Die Rodler und Skiläufer hatten gute Fahrt. Der Schnee soll dem Norden bei Tiefsttemperaturen von minus 15 Grad in der Nacht noch einige Tage erhalten bleiben.

Da sich die Autofahrer nach Polizeiangaben gut auf das Wetter eingestellt hatten, gab es jedoch nicht mehr Unfälle als an anderen Tagen. Der ADAC meldet hingegen deutlich mehr Arbeit. Um die 875 Einsätze am Sonntag bewältigen zu können, seien Mitarbeiter aus dem Winterurlaub geholt worden.

In der Ostseestadt Rostock behinderte der Frost sogar den Schiffsverkehr. Im Stadthafen bildete sich eine gut zehn Zentimeter dicke Eisdecke. Auch die Boddengewässer der Ostsee sind mit einer bis zu 21 Zentimeter dicken Eisschicht bedeckt. Jubel hingegen bei den Kindern: Auf dem Bungsberg bei Lübeck, dem mit 168 Metern höchsten Gipfel an der Küste, war der Skilift im Betrieb. Familien ohne Schlitten haben jedoch schlechte Karten. In vielen Geschäften sind die Schlitten inzwischen ausverkauft.

Auch der Rest Deutschlands gerät in die Fänge des Winters: Eine Frostperiode bringt in den kommenden Tagen fast überall in Deutschland Schnee, zum Skifahren reicht es allerdings vielerorts noch nicht. "Während in vielen Mittelgebirgen nur einige Zentimeter Schnee fallen, gibt es regional auch recht kräftige Schneeschauer", teilte der Deutschen Wetterdienst (DWD) am Montag in Offenbach mit. Die Temperaturen liegen in den kommenden Tagen deutlich unter dem Gefrierpunkt.

Am Dienstag scheint in Norddeutschland zunächst die Sonne, im Süden Deutschlands bestimmen dagegen viele Wolken das Bild. In den Mittelgebirgen fällt örtlich etwas Schnee, am Alpenrand kommt es zu stärkeren Schneefällen. Am Nachmittag schneit es auch in Norddeutschland, meldete der Wetterdienst Meteomedia in Bochum. Die Höchstwerte liegen bei minus neun Grad an der Oder und Neiße und bei minus zwei Grad am Rhein. Es weht ein schwacher bis mäßiger Wind aus nordöstlicher Richtung.

Frostig kalt bleibt das Wetter auch am Mittwoch und Donnerstag. Die Wolken verdichten sich. Nur teilweise lockern sie auf, und die Sonne kommt durch. Im Südosten kann es Schnee geben, im übrigen Teil des Landes bleibt es zumeist niederschlagsfrei. Im Norden und Westen Deutschlands liegen die Temperaturen bei Werten um minus zwei Grad, im Osten bei bis minus zehn Grad. In den Nächten herrscht teils strenger Frost mit Temperaturen von minus 15 Grad.

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