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19.03.2004

22:22 Uhr

Eisbären weiterhin einziger Halbfinal-Teilnehmer

Frankfurt Lions und Freezers patzen

Im Playoff-Viertelfinale der DEL haben die Frankfurt Lions und Hamburg Freezers einen Matchball vergeben. Ingolstadt machte bei den Nürnberg Ice Tigers das 3:2 perfekt.

HB BERLIN. Die Frankfurt Lions und die Hamburg Freezers haben es im Playoff-Viertelfinale der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) verpasst, vorzeitig ins Halbfinale einzuziehen. Die Hessen verloren bei den Kölner Haien am Freitag 2:6 (0:4, 2:0, 0:2) und mussten in der «best of seven»-Serie das 2:3 hinnehmen. Bei DEL-Rekordmeister Adler Mannheim hatten die Hamburger nach einem Tor von Andy Roach (71. Minute) 0:1 (0:0, 0:0, 0:0, 0:1) in der Verlängerung das Nachsehen.

Der ERC Ingolstadt ging hingegen mit einem 3:2 (2:1, 0:0, 1:1)-Sieg bei den Nürnberg Ice Tigers mit 3:2 in Führung und kann am Sonntag genau wie die Lions auf eigenem Eis alles klar machen. Damit bleiben die Eisbären Berlin bislang einziger Halbfinalteilnehmer. Der Vorrundenmeister hatte mit 3:0-Siegen gegen die DEG Metro Stars auf dem schnellst möglichen Weg die Runde der letzten Vier erreicht.

In den Playdown-Spielen um den Klassenerhalt ist dagegen eine Entscheidung gefallen. Die Hannover Scorpions bezwangen die Wölfe Freiburg mit 1:0 (1:0, 0:0, 0:0) und schickten den Aufsteiger aus dem Breisgau mit 4:1-Siegen wieder in die zweite Liga. Das Tor des Tages erzielte Jeff Christian in der achten Minute.

In Köln war vor 14.320 Zuschauern die Partie schon nach knapp sechs Minuten so gut wie entschieden. Zunächst brach Mirko Lüdemann in der dritten Minute den Bann und erzielte für die Haie nach 213 Minuten ohne Tor wieder einen Treffer. Dave McLlwain, der nach seinem Innenbandanriss im Knie ein erfolgreiches Comeback gab, und Andreas Morczinietz stellten mit zwei Treffern in der sechsten Minute die Weichen früh auf Sieg. Noch vor der Drittelpause erzielte Jeremy Adduono (12.) das 4:0 gegen die bis dahin chancenlosen Frankfurter.

Doch danach geriet das Team von Bundestrainer Hans Zach doch nochmal unter Druck. Francois Bouchard (27.) und Patrick Lebeau (38. ) verkürzten auf 2:4. Außerdem bekam Adduono einen Puck ins Gesicht und musste mit Verdacht auf Joch- und Nasenbeinbruch ins Krankenhaus eingeliefert werden. Doch im Schlussdrittel wendete sich das Blatt wieder. Boris Blank (44.) und Eduard Lewandowski (57. ) erzielten die Treffer zum 6:2 und brachen damit endgültig den Widerstand der Hessen.

In Nürnberg brachte Steve Larouche (4.) die Gastgeber früh in Front. Der Vorrunden-Siebte aus Ingolstadt ließ sich aber nicht beeindrucken und drehte die Partie durch Treffer von Jakub Ficenec (15.) und Mike Stevens (18.) schon im Auftaktdrittel. ERC-Torwart Jimmy Waite brachte die Ice Tigers außerdem mit zahlreichen Glanzparaden zur Verzweiflung. Das 3:1 für die Gäste erzielte Doug Ast (51.), Witali Aab (57.) konnte für die Franken nur noch verkürzen.

12.759 Zuschauer in der erneut ausverkauften Hamburger Color Line Arena sahen drei Drittel lang ein spannendes und hochklassiges Spiel, aber keine Tore. Erst der «Sudden-Death»-Treffer von Roach beendete die Partie zugunsten der Gäste.

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