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04.02.2004

22:15 Uhr

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Eishockey: Heimspiel-Generalprobe missglückt

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat die Generalprobe für den WM-Härtetest in Basel verpatzt und Hans Zach eine erfolgreiche Heimspielpremiere versagt. Bei seinem ersten Auftritt als Bundestrainer in seiner Heimatstadt Bad Tölz konnte der Wahl-Kölner am Mittwoch mit dem 0:2 (0:1, 0:0, 0:1) die Erfolgsserie gegen Österreich nicht fortsetzen, das den ersten Sieg gegen Deutschland seit fast zehn Jahren feierte.

HB BAD TÖLZ. Zur Eröffnung der 11,8 Millionen Euro teuren Hacker-Pschorr-Arena besiegelten Daniel Welser (19. Minute) und Andreas Judex (57.) die Pleite der enttäuschenden Zach-Auswahl.

80 Tage vor der Weltmeisterschaft in Tschechien (24. April bis 9. Mai) stimmte sich die mit fünf Debütanten, aber ohne ein halbes Dutzend Stammspieler angetretene Auswahl des Deutschen Eishockey- Bundes (DEB) im ersten Länderspiel des Jahres mit einer wenig überzeugenden Leistung auf das Turnier am Wochenende in Basel ein. Beim Skoda Cup, dem wichtigsten Test für das DEB-Team vor der WM, ist eine erhebliche Steigerung nötig, um gegen Team Kanada, die Schweiz und die Slowakei zu bestehen.

Zach bescheinigte seiner Mannschaft aber eine gute Leistung: "Sie hat sich voll eingesetzt und alles gegeben. Die Jungen brauchen noch mehr Unterstützung. Ich bin zufrieden, uns in Basel werden wir gut spielen", sagte der Tölzer, dem die erfolglose Rückkehr in seine Heimat nichts antat: "Das tut nicht weh, und als Trainer hast du keine Gefühle."

Die deutsche Mannschaft, die im April 1994 mit dem 1:3 in Erding ihre letzte Niederlage gegen den Nachbarn kassierte, hatte im Duell mit den Österreichern ähnlich große Probleme wie beim glücklichen 3:2 bei den Winterspielen 2002 in Salt Lake City. Nach dem 0:1-Rückstand setzte die nur kämpferisch überzeugende DEB-Auswahl im Schlussdrittel alles auf eine Karte, konnte nach dem entscheidenden 0:2 durch Judex aber die sechste Niederlage im 25. Länderspiel gegen Österreich nicht verhindern.

Im ersten Drittel überzeugte das DEB-Team mit taktischer Disziplin und schnellem Spielaufbau, vergab aber drei gute Tormöglichkeiten. Die körperbetont und auf Konter bedachten Österreicher machten es besser und gingen kurz vor der Drittelpause in Führung, als Welser (20.) DEB-Torwart Alexander Jung aus kurzer Entfernung bezwang. Im zweiten Durchgang verlor das Zach-Team die spielerische Linie, und die kompakte österreichische Abwehr mit dem Ex-Rosenheimer Claus Dalpiaz im Tor ließ den Ausgleich zunächst nicht zu. Die größte Chance vergab Eduard Lewandowski (39.), der nach einem Alleingang an Dalpiaz scheiterte.

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