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19.03.2003

13:20 Uhr

Elektroindustrie zeichnet düsteres Bild

Weitere 20 000 Arbeitsplätze in Gefahr

Die deutsche Elektroindustrie befürchtet wegen trüber Geschäftsaussichten 2003 den Verlust weiterer 20 000 Arbeitsplätze.

HB/dpa FRANKFURT. Bestenfalls sei erneut das um vier Prozent auf 154,1 Milliarden Euro gesunkene Umsatzniveau des Vorjahres zu erreichen, teilte der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) am Mittwoch in Frankfurt mit. Ein langer Irak-Krieg könne die Nachfrage zusätzlich belasten. Mit einem Rückgang um knapp 35 000 auf 831 000 Beschäftigte hat der zweitgrößte deutsche Industriezweig 2002 bereits den niedrigsten Personalstand seit 1960 erreicht.

Entscheidend für die andauernde Schwäche seien der hartnäckige Investitionsstau und eine massive Verunsicherung der Verbraucher vor allem in Deutschland, sagte ZVEI-Präsident Dietmar Harting. So brachen die Inlandsaufträge 2002 um 6,6 Prozent ein, während die Auslandsorders mit minus 0,6 Prozent fast stabil blieben. Die Auslastung der Produktionskapazitäten ging auf 79,9 (2001:82,8) Prozent zurück. In diesem Jahr sei allenfalls in Teilbereichen wie elektronischen Bauelementen eine Geschäftsbelebung zu erwarten.

Um die strukturellen Probleme in Deutschland zu lösen, müsse das von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) angekündigte Reformkonzept rasch umgesetzt werden, verlangte der ZVEI. Trotz der konjunkturellen Durststrecke seien Investitionen in Forschung und Bildung unerlässlich. Vor allem arbeitsintensive Standarderzeugnisse und Produkte in hohen Stückzahlen könnten zunehmend im Ausland gefertigt werden. Auch größere mittelständische Unternehmen planten verstärkt Verlagerungen ins Ausland.

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