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19.01.2003

16:27 Uhr

Elektronische Stadtführer der nächsten Generation

Software sammelt Infos für Touristen

Ein neues Handy-ähnliches Gerät ermöglicht es, alle touristischen Informationsdienste auf einen Blick zu sichten.

bia DÜSSELDORF. Ein neues Handy-ähnliches Gerät ermöglicht es, alle touristischen Informationsdienste auf einen Blick zu sichten. Elektronische Dienste wie digitale Tourenplaner oder Restaurantführer gibt es zwar schon, doch bislang konnten sie nicht verknüpft werden. In dem Forschungsprojekt Crumpet, das von der Europäischen Union gefördert wurde und jetzt nach einer Laufzeit von zwei Jahren zu Ende ging, ist eine Plattform entwickelt worden, über die diese Infos künftig zusammengeführt werden.

Crumpet (steht für "Creation of user-friendly mobile services personalised for tourism") kann eine Fülle verschiedener Dienste integrieren und einem Funknetz zur Verfügung stellen. Mit dieser Technik kann sich der Tourist künftig durch fremde Städte bewegen. Auf dem Display erkennt er seinen Standort, ruft Informationen in Schrift und Bild über die umliegenden Sehenswürdigkeiten ab und lässt sich auf dem digitalen Stadtplan den Weg dorthin zeigen. Zudem kann er sehen, ob es in der Nähe eine Sushi-Bar gibt und wo am Abend ein Jazzkonzert stattfindet.

Möglich wird dies durch so genannte Agenten. Das sind Softwarekomponenten, die selbstständig agieren, miteinander kommunizieren und kooperieren. Wenn sich der Nutzer bei Crumpet anmeldet, findet sein Gerät die lokalen Agenten, die gerade im Netz verfügbar sind. In Heidelberg und Helsinki wurde Crumpet bereits erfolgreich getestet. Die Agentenplattform eignet sich als Infrastruktur sowohl für UMTS als auch für drahtlose lokale Funknetze (W-LAN). An dem Projekt nahmen als deutsche Einrichtungen das private Forschungsinstitut European Media Laboratory GmbH und das Fraunhofer-Institut für angewandte Informationstechnik, St. Augustin, teil.

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