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14.03.2003

09:00 Uhr

Elektronisches Papier

Siemens zeigt Display in Papierform

Mit einem einrollbaren Folien-Display könnten Designer Notebooks oder Handys völlig anders gestalten - kleiner, dünner und mit anderen Formen.

HB/hsn DÜSSELDORF. Wie ein solches Design aussehen könnte, zeigt Siemens auf der Cebit. Der Konzern hat das Muster eines elektronischen Papiers, das biegsam und weniger als einen halben Millimeter dick ist, in einen zigarrenförmigen Stift gesteckt. Auf dem rund zehnmal zehn Zentimeter großen Display ist die Oberfläche eines Organizers mit E-Mail- und Kalenderfunktion fest installiert.

Das Display steckt seitlich in dem Stift, der auch die Steuerungselektronik und die Stromversorgung beherbergt. Die Technik für das elektronische Papier beruht auf elektrochromen Molekülen. Diese verändern ihre Farbe, wenn eine elektrische Spannung angelegt wird. Das Display besteht aus einer Elektrolytfolie, in der ein Muster eingeprägt ist. Über die Elektronik werden abwechselnd bestimmte Teile aktiviert, um die Bilder sichtbar zu machen.

Ob Siemens diese Displays jemals herstellen wird, ist noch nicht entschieden. Denn bislang existieren diese Prototypen nur im Labor. Wesentlich weiter beim Thema "Elektronisches Papier" sind dagegen Firmen wie Philips, Xerox oder E-Ink. Über das Tochter- Unternehmen Gyricon Media hat Xerox bereits im vergangenen Jahr die ersten Displays als Werbeflächen oder digitale Preisschilder in Supermärkten getestet.

Philips arbeitet bei der Entwicklung des elektronischen Papiers mit der amerikanischen Firma E-Ink zusammen und will zunächst eine Schwarzweißversion auf den Markt bringen. Erste Handcomputer sollen bereits Ende dieses Jahres damit auf den Markt kommen. Gleichzeitig arbeiten beiden Firmen an einem farbigen E-Paper. Das farbige Display soll nach Angaben von E-Ink ab 2004 zum Beispiel in Handhelds und Handys zum kommerziellen Einsatz kommen.

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