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07.02.2002

17:11 Uhr

Elsa-Aktien brechen ein

Nemax erneut schwach

Die am Frankfurter Neuen Markt gelisteten Aktien haben am Donnerstag ihre Talfahrt der vergangenen Tage fortgesetzt. Der Auswahlindex Nemax50 sowie der Nemax All Share markierten zeitweise Jahrestiefs.

Reuters FRANKFURT. Der Nemax50 lag am Nachmittag um 1,69 % im Minus bei 1 034 Zählern, nachdem er zuvor auf bis zu 1 023,13 Punkte zurückgegangen war. Der Nemax All Share verlor 1,47 % auf 1 009 Punkte. Er hatte zuvor bei 1 003,03 Zählern ebenfalls ein neues Jahrestief markiert.

Wie in den vergangenen Wochen fehle es den Wachstumswerten an eigenen Impulsen, sagten Händler. Alles hänge von den Vorgaben der Wall Street ab. Ein am Nachmittag bekannt gegebener Anteilsverkauf von Lion Bioscience sowie eine Mitteilung von Elsa über die Kündigung wichtiger Kreditlinien durch Banken seien für die Entwicklung des Gesamtmarktes dagegen eher unwichtig gewesen. Auch auf den angekündigten Rücktritt des EZB-Präsidenten Wim Duisenberg zur Jahresmitte 2003 reagierten die Märkte nach Händlerangaben kaum.

Die Aktien von Elsa brachen nach ihrer Wiedereinsetzung in den Handel auf 0,76 Euro ein und lagen damit 57,3 % unter dem Vortagesschluss. Unmittelbar vor ihrer Aussetzung hatten die Elsa-Titel 3,93 % im Plus bei 1,85 Euro tendiert. Der Hersteller von Modems und Grafikkarten hatte bekannt gegeben, mehrere Banken hätten dem Unternehmen Kreditlinien in einem Volumen von rund 28 Mill. Euro gekündigt. Der Vorstand prüfe, ob die Voraussetzung für einen Insolvenzantrag gegeben sei. Mit Blick auf die Auswirkungen dieser Nachricht auf den Gesamtmarkt sagte ein Händler: "Das ist so wichtig, als ob in China ein Sack Reis platzt."

Die Aktien von Lion Bioscience tendierten nach ihrer Wiedereinsetzung in den Handel indes rund 1 Prozent fester bei 13,94 Euro. Unmittelbar vor ihrer Aussetzung hatten die Lion-Aktien 0,65 % im Minus bei 13,71 Euro gelegen. Die Biotechnologie-Firma hatte mitgeteilt, ihren gesamten Aktienbestand an der US-Firma Tripos für rund 22,5 Mill. $ verkauft zu haben.

Am Morgen hatte die Investmentbank Morgan Stanley ihre Einstufung der Lion-Titel auf "Outperform" bekräftigt, das Kursziel aber auf 30 von 70 Euro reduziert. Zuvor hatte die Investmentbank R. Stephens ihre Einstufung auf "Market Perform" von zuvor "Buy" heruntergesetzt. Händlern zufolge wirkten sich auch die Nachrichten von Lion nur begrenzt auf den Gesamtmarkt aus, dazu sei die Gewichtung des Unternehmens zu gering.

Die Aktien von D.Logistics gaben unterdessen um 6,49 % auf 6,48 Euro nach. Zuvor hatte der Vorstandschef und Gründer Detlef Hübner sein Ausscheiden aus dem Vorstand des Logistikdienstleisters bekannt gegeben.

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