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03.01.2001

07:58 Uhr

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EM.TV droht Millionenklage

Der Münchner Anwalt Klaus Rotter teilte mit, dass bereits in der kommenden Woche die ersten Forderungen von rund 100 geschädigten Anlegern dem Unternehmen und den Haffa-Brüdern für außergerichtliche Vergleichsverhandlungen vorgelegt werden sollen.

adx HAMBURG. Auf das angeschlagene Münchner Medienunternehmen EM.TV sowie dessen Chef Thomas Haffa und den ehemaligen Finanz-Vorstand Florian Haffa kommen nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" in den nächsten Tagen außergerichtliche Schadensersatzforderungen in Mill.höhe zu. Der Münchner Anwalt Klaus Rotter teilte dem Blatt (Mittwochausgabe) zufolge mit, dass bereits in der kommenden Woche die ersten Forderungen von rund 100 geschädigten Anlegern dem Unternehmen und den Haffa-Brüdern für außergerichtliche Vergleichsverhandlungen vorgelegt werden sollen. Es gehe insgesamt um eine Schadenshöhe von schätzungsweise bis zu fünf Mill. Mark.

Dem Unternehmen drohen dem Bericht zufolge parallel dazu weitere Schadensersatzforderungen in Höhe von bis zu zwei Mill. Mark von einer weiteren Anlegergruppe. Deren Ansprüche sollen dem Konzern bis Mitte Januar vorgelegt werden, wie die Kanzlei Tilp & Kälberer mitgeteilt habe. Die Anwaltsbüros arbeiteten daneben an Klageschriften für den Fall, dass die Vergleichsverhandlungen ohne Erfolg bleiben.

Die Gewinnprognose für 2000 von EM.TV war Anfang Dezember drastisch zurückgestuft worden. Spekulationen über eine bevorstehende Gewinnwarnung und finanzielle Probleme hatten aber schon zuvor dafür gesorgt, dass der frühere "Börsenliebling" auf Jahrestiefststände abrutschte. Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Thomas Haffa und dessen Bruder Florian wegen des Verdachts auf Verstoßes gegen das Aktien- und Börsengesetz.

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