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25.07.2000

11:56 Uhr

Reuters FRANKFURT. Die bis zu zwei Millionen Aktien des IT-Dienstleisters 1Value.com aus Ingolstadt können im Rahmen eines Auktionsverfahren zu einem Mindestgebot von 13 Euro gezeichnet werden. Die Zeichnungsfrist laufe vom 27. Juli bis 4. August, teilte das Unternehmen am Dienstag in Frankfurt mit. Die Erstnotiz am Neuen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse ist für den 10. August vorgesehen.

Dem Emissionskonsortium gehöre neben der federführenden Trigon Wertpapierhandelsbank AG auch die Lang & Schwarz Wertpapierhandel AG an. Mit dem frischen Kapital will das Unternehmen Übernahmen, die Expansion in das Ausland und den Ausbau seiner Geschäftsfelder finanzieren.



Mindestzeichnung von 50 Stück

Während der Zeichnungsfrist könnten Anleger ihr Kaufangebot für die Aktien mit einem Preislimit bei jeder Bank oder im Internet abgeben, hieß es weiter. Die Mindestzeichnung liege bei 50 Stück. Von den angebotenen Aktien stammen den Angaben zufolge 1,5 Mill. Papiere aus einer Kapitalerhöhung und 300 000 Aktien aus Besitz der Altaktionäre. Die verbleibenden 200 000 Aktien stünden als Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) zur Verfügung und stammten ebenfalls aus Altaktionärsbesitz. Nach dem Börsengang und bei vollständiger Platzierung der Reserve werde sich der Streubesitzanteil auf 44,44 % belaufen.

Die Zuteilung werde nach dem Auktionsverfahren bei der Order mit dem höchsten Gebot beginnen. Die weiteren, niedriger limitierten Zeichnungsaufträge würden darauf solange bedient, bis das Emissionsvolumen aufgebraucht sei. Der endgültige Emissionspreis, der voraussichtlich am 5. August festgelegt werden soll, richte sich dann nach dem niedrigsten Gebot, zu dem noch ein Zuteilung erfolgen könne, teilte das Unternehmen mit. Beim Gang an den Neuen Markt ist 1Value den Angaben zufolge das zweite Unternehmen in Deutschland, das sich für das Auktionsverfahren entschieden hat.



Hauptaufgabengebiet liegt in der Digitalisierung von Produktzyklen mit CAx-Lösungen

Die 1995 gegründete Gesellschaft bietet eigenen Angaben zufolge das komplette Dienstleistungsspektrum und Lösungsangebot für die Digitalisierung von Produktzyklen - von der Planung bis zur Fertigung - an. Derzeit werde mit rund 70 % der Löwenanteil des Umsatzes mit sogenannten CAx-Lösungen, die den gesamten Entwicklungsprozess eines Produktes unterstützen, erwirtschaftet. Der verbleibende Umsatzanteil werde in den Bereichen Systemintegration und Internet-Lösungen erzielt. Insbesondere der Bereich Internet-Lösungen soll in den kommenden fünf Jahren deutlich ausgebaut werden und dann mehr als die Hälfte statt der bislang zehn Prozent zum Umsatz beitragen.

Den Emissionserlös will 1Value zur weiteren Wachstumsfinanzierung nutzen, hieß es. Geplant sei, in allen Geschäftsbereichen das Servicegeschäft erheblich auszuweiten. Zudem solle der Ausbau der Vertriebsstrukturen weiter ausgebaut werden. Noch in diesem Jahre werde das Unternehmen eine Niederlassung in Spanien eröffnen. Ferner hat die Gesellschaft früheren Angaben zufolge bereits eine Absichtserklärung mit einem amerikanischen Marktführer im Bereich Bankensicherheitssysteme für eine Übernahme unterzeichnet. Noch in diesem Jahr solle zudem ein große deutsche Systemhaus zugekauft werden.

Für das laufende Geschäftsjahr 2000/2001 (zum 31. März) erwartet das Unternehmen nach eigenen Angaben einen Umsatz von 20,5 Mill. Euro bei einem Betriebsergebnis von mehr als drei Mill. Euro. Bis in das Jahr 2002/2003 soll der Umsatz auf 41,75 Mill. Euro bei einem Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) von über zwölf Mill. Euro anwachsen.

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