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24.01.2002

15:49 Uhr

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EnBW bestätigt späteren Börsengang

Die Energie Baden-Württemberg (EnBW) verschiebt ihren Börsengang. Er solle nicht mehr im ersten Halbjahr 2002 stattfinden, teilte der drittgrößte deutsche Stromkonzern am Donnerstag in Karlsruhe mit.

dpa KARLSRUHE. Einen entsprechenden Entschluss habe der Aufsichtsrat auf Empfehlung des Vorstandes gefällt. Es solle zunächst eine verbesserte Ausgangslage auf den Kapitalmärkten abgewartet werden. Die geplante Platzierung von rund einem Viertel der Anteile würde neben dem Börsengang der Deutschen Telekom-Tochter T-Mobile zu den größten Emissionen in diesem Jahr zählen.

Die EnBW ist zwar bereits börsennotiert, der Streubesitz liegt jedoch nur bei etwa 1,5 %. Die geplante Emission soll primär kommunalen Anteilseignern ermöglichen, Aktien abzugeben. Außerdem ist eine Kapitalerhöhung vorgesehen. Der Konzern teilte mit, eine im Mai 2001 begebene Wandelanleihe werde wie vorgesehen zum 31. August zurückgezahlt. Bei einem Börsengang im ersten Halbjahr hätte die EnBW, zu der auch der Schuh- und Dienstleistungskonzern Salamander gehört, diese Schulden aus dem Emissionserlös begleichen können.

Auf das Unternehmen kommen in nächster Zeit noch weitere Kosten zu: Die EnBW muss bis zum Frühjahr knapp 2,31 Mrd. ? (4,51 Mrd DM) für die Übernahme von Anteilen der Stadt Stuttgart an dem regionalen Energieversorger Neckarwerke Stuttgart (NWS/42,5 %) und an der EnBW selbst (9 %) überweisen. Vorstandschef Gerhard Goll hatte jedoch betont, dass der Börsengang dafür nicht benötigt werde. Analysten rechen damit, dass der Energiekonzern über eine neue Anleihe erneut Fremdkapital aufnehmen wird.

Die EnBW steigerte nach Angaben vom Mittwoch ihren Umsatz 2001 um 34 % auf rund 7,8 Mrd. ?. Angaben zum Gewinn wurden nicht gemacht. Goll kündigte aber "spürbare Umsatz- und Ertragssteigerungen" für das laufende Geschäftsjahr an. Großaktionär der EnBW ist die Electricité de France (EdF), die 34,5 % der Anteile hält.

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