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06.01.2002

19:00 Uhr

Ende Januar neuer Jahreswirtschaftsbericht

Eichel wird Wachstumsprognose senken

Die Bundesregierung wird im Jahreswirtschaftsbericht 2002 voraussichtlich nur noch von einem Wirtschaftswachstum von 3/4 % ausgehen.

sm SHANGHAI. Eine entsprechende Meldung des Magazins "Spiegel" wurde im Umfeld von Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) bestätigt. Die bisherige amtliche Zielmarke der Bundesregierung liegt bei 11/4 %.

Eichel hatte bereits bei der Vorlage seines Stabilitätsprogramms an die EU-Kommission Ende November eingeräumt, dass sich das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr auf 3/4 % verlangsamen könne. Auch der Sachverständigenrat der Bundesregierung, die so genannten Fünf Weisen, erwarten 2002 ein Wachstum von nur 0,7 %. Offiziell will Eichel seine neue Prognose erst bekannt geben, wenn das Statistische Bundesamt in dieser Woche das Wirtschaftswachstum für das abgelaufene Jahr veröffentlicht hat. Der Jahreswirtschaftsbericht soll am 30. Januar im Bundeskabinett verabschiedet werden.

Eichel räumte vor der Deutsch-Chinesischen Handelskammer in Schanghai ein, "wir haben uns bei unseren Erwartungen verschätzt". Inzwischen scheine "das Schlimmste überstanden", so Eichel.

Die Bundesregierung erwarte in Deutschland die Beschleunigung des Wirtschaftswachstums "schon im ersten Quartal dieses Jahres", betonte Eichel. Die Mehrzahl der Konjunkturexperten aus Wirtschaftsforschungsinstituten und Banken erwartet dagegen eine Erholung frühestens in der zweiten Jahreshälfte.

Dem "Spiegel" zufolge stehe fest, dass Deutschland 2002 der Staatsdefizit-Obergrenze von 3 %, die der Euro-Stabilitätspakt vorschreibt, gefährlich nahe komme, wies Eichels Sprecher Jörg Müller dagegen zurück. Dem "Spiegel" zufolge, gehen Experten von mindestens 2,5 % Staatsdefizit aus.

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