Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.01.2002

12:26 Uhr

Endgültige Entscheidung am Abend

Gysi will Berliner Wirtschaftssenator werden

PDS-Spitzenpolitiker Gregor Gysi will Berliner Wirtschaftssenator werden. "Er hat sich dafür entschieden", bestätigte ein PDS-Sprecher am Mittwoch in Berlin.

ap BERLIN. Nach einer Landesvorstandssitzung am heutigen Mittwochabend solle die endgültige Entscheidung mitgeteilt werden, welche Personen für die insgesamt drei Senatorenposten der PDS in der rot-roten Koalition zur Verfügung stünden.

Für das Kultur- und das Gesundheitsressort sind den Angaben zufolge unter anderen der ehemalige PDS-Bundesvorsitzende Lothar Bisky sowie die PDS-Politiker Carola Freundl und Dagmar Pohle im Gespräch. Die SPD will dagegen erst am 15. Januar ihre Kandidaten für Senatorenposten benennen. Sicher ist, dass einem rot-rotem Senat Klaus Wowereit als Regierender Bürgermeister angehören wird. Peter Strieder (SPD) soll Stadtentwicklungssenator bleiben. Auch Innensenator Ehrhart Körting und Schulsenator Klaus Böger sollen voraussichtlich ihre Ämter behalten.

Direkt nach der Wahl des neuen Senats am 17. Januar will Wowereit Verhandlungen mit den Gewerkschaften über die geplanten Einsparungen bei den Personalausgaben von einer Milliarde Euro aufnehmen. Wie die "Berliner Zeitung" berichtete, will Wowereit "konstruktiv verhandeln, um durch Einsparungen zum Beispiel betriebsbedingte Kündigungen zu verhindern".

Unterdessen trat aus Protest gegen die bevorstehende Bildung der rot-roten Koalition der ehemalige Polizeipräsident Klaus Hübner aus der SPD aus. Wie die "Berliner Morgenpost" berichtete, begründete Hübner seinen Schritt damit, dass er seinen "Charakter nicht beschädigen" und "aufrechter Sozialdemokrat bleiben" wolle. Zuvor hatte bereits der ehemalige Abgeordnetenhauspräsident Walter Sickert die SPD verlassen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×