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29.01.2001

21:04 Uhr

Reuters WASHINGTON. Angesichts der anhaltenden Energiekrise in Kalifornien hat US-Präsident George W. Bush am Montag Vize-Präsident Dick Cheney zum Leiter einer Arbeitsgruppe berufen, um die Stromversorgung im bevölkerungsreichsten Bundesstaat zu gewährleisten. Bush sagte bei einer Sitzung mit Beratern in Washington, die Lage in Kalifornien beginne, sich auch auf Nachbarstaaten auszuwirken. Die Arbeitsgruppe unter Cheney werde sich kurzfristig mit den Aspekten der Krise und mit langfristigen Fragen zur Energieversorgung befassen. Die Nachfrage nach Strom übertreffe das Angebot. Hier müsse etwas geschehen, sagte Bush.

Bushs Sprecher Ari Fleischer sagte nach der Sitzung mit dem Vize-Präsidenten, Schatzminister Paul O'Neill und Energieminister Spencer Abraham, es sei über eine nationale Energiepolitik gesprochen worden. Einen Durchbruch gebe es aber nicht.

In Kalifornien gibt es seit zwei Wochen Stromabschaltungen und-ausfälle, da die beiden Hauptenergieversorger in einer Liquiditätskrise stecken und kaum noch Kredite bekommen. Sie sind wegen knapper Bargeldbestände auf den Tagesmarkt für Strom angewiesen und können die infolge der großen Nachfrage angezogenen Preise nicht bezahlen. Mit der Deregulierung des Strommarktes im Jahre 1996 dürfen sie jedoch die hohen Einkaufspreise nicht an die Endverbraucher weitergeben.

Die beiden Stromversorger, Southern California Edison (SoCa Edison) und PG&E Corp, erhalten wegen ihrer Finanzlage zudem kaum noch Stromlieferungen von Kraftwerksbetreibern aus den Nachbarstaaten. Die Lage ist auch deswegen so angespannt, weil in Kalifornien in den vergangenen zehn Jahren keine Kraftwerke mehr gebaut wurden.

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