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01.02.2002

20:04 Uhr

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Entführter US-Journalist angeblich tot

Der in Pakistan entführte US-Journalist Daniel Pearl (38) ist angeblich tot. Die Entführer hätten dies in einer E- Mail an mehrere westliche Medien mitgeteilt, berichtete der Nachrichtensender CNN am Freitag.

dpa WASHINGTON. Der in Pakistan entführte US-Journalist Daniel Pearl (38) ist angeblich tot. Die Entführer hätten dies in einer E- Mail an mehrere westliche Medien mitgeteilt, berichtete der Nachrichtensender CNN am Freitag. Offiziell bestätigt sei die Behauptung nicht. Eine zweite Gruppe habe unterdessen zwei Mill. Dollar (2,3 Mill. ?) Lösegeld verlangt, so dass weiter Zweifel am Schicksal des "Wall Street Journal"-Korrespondenten bestehe.

Die Kidnapper hatten am Mittwoch gedroht, Pearl binnen 24 Stunden zu töten, falls die USA mutmaßliche pakistanische Terroristen nicht freiließen. Von dem Journalisten gab es es zehn Tage nach seinem Verschwinden kein Lebenszeichen.

US-Präsident George W. Bush sagte am Freitag, die USA seien "sehr besorgt" und täten weiterhin alles, "um ihn zu finden und zu retten". US-Experten arbeiteten mit den pakistanischen Sicherheitskräften bei der Verfolgung von Spuren zusammen. Washington stehe in ständigem Kontakt mit Islamabad.

Der pakistanische Außenminister Abdul Sattar bekräftige Aussagen von Präsidentensprecher Rashid Qureshi vom Vortag, wonach es in der Entführungsaffäre eine "Verbindung nach Indien" gebe. Ein Verdächtiger habe in Indien unter anderem Telefonnummern von drei "prominenten indischen Persönlichkeiten" angerufen. Er wolle Indien damit aber nichts unterstellen, betonte Sattar.

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