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28.03.2003

20:25 Uhr

Entscheidung über Milliarden-Klage vertagt

Daimler-Chrysler kann zunächst aufatmen

Ein amerikanisches Gericht hat die Entscheidung über die Zulassung einer Milliarden-Klage gegen den Autokonzern Daimler-Chrysler auf Ende 2003 vertagt.

HB/dpa STUTTGART. Ursprünglich wollte das Gericht im Mai mitteilen, ob die Klage des früheren Chrysler-Großaktionärs Kirk Kerkorian (84) überhaupt angenommen wird und es zu einem Prozess kommt. Der Termin sei jetzt auf den 1. Dezember verschoben worden, sagte ein Daimler-Chrysler-Sprecher am Freitag und bestätigte damit einen Bericht der Zeitung "Die Welt" (Samstagausgabe).

Der zuständige Richter Joseph Farnan, Jr., vom US-Bezirksgericht in Wilmington (Bundesstaat Delaware), will sich mit der Verschiebung offenbar mehr Zeit nehmen, um die rund 250 000 Seiten starken Unterlagen zu der Klage zu prüfen. Kerkorian und andere Investoren, die in den USA eine Sammelklage gegen Daimler-Chrysler eingereicht haben, werfen dem Unternehmen und Konzernchef Jürgen Schrempp vor, die Fusion von Daimler-Benz und Chrysler 1998 fälschlich als "merger of equals" (Fusion unter Gleichen) ausgegeben zu haben. Stattdessen habe Schrempp von Anfang an eine Übernahme des amerikanischen Autobauers geplant.

Kerkorian hatte im November 2000 eine Klage auf acht Mrd. Dollar (7,5 Mrd Euro) Schadenersatz eingereicht. Ehemalige Chrysler - Topmanager hatten im vergangenen Monat bekräftigt, dass der Zusammenschluss völlig korrekt gewesen sei. "Wir halten nach wie vor daran fest, dass es für die Klage überhaupt keinen Grund gibt", sagte ein Daimler-Chrysler-Sprecher am Freitag.

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