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21.06.2000

17:56 Uhr

adn HAMBURG. Das neue europäische Großraumflugzeug A3XX wird nach Einschätzung von Hamburgs Wirtschaftssenator Thomas Mirow (SPD) in der Hansestadt gebaut. "Der Zuschlag ist für Hamburg sicher", sagte Mirow am Mittwoch zur Präsentation eines Gutachtens über das produzierende Gewerbe in der Hansestadt. Er rechne mit der endgültige Entscheidung über den Bau des Großraumjets "auf alle Fälle noch vor dem Börsengang" des neu gegründeten europäischen Luftfahrtunternehmens European Defence and Space Company (EADS).

Die EADS, Ergebnis der Fusion der deutschen Daimler Chrysler Aerospace (Dasa), der französischen Aerospatial Matra SA und der spanischen Construcciones Aeronauticas SA (Casa), will an diesem Freitag die Zeichnung von rund 160 Mill. Aktien freigeben. Der Börsengang ist nach bisherigen Angaben für den 10. Juli geplant.

"Der A3XX eröffnet Hamburg die Chance, nach Seattle und Toulouse in die Reihe der international führenden Städte im Flugzeugbau aufzurücken", sagte Mirow. Bei ihrer "hartnäckigen Bewerbung um den A3XX" werfe die Stadt vor allem günstige Standortbedingungen in die Waagschale. "Wenn es weltweit um die Wurst geht, muss Hamburg selbstverständlich mithalten", sagte der Wirtschaftssenator.

Für die Ansiedlung der Produktion werde man geeignete Flächen schaffen und den Unternehmen bei der Vernetzung helfen. Bereits die günstigen Auswirkungen der Flugzeugwerft in Hamburg-Finkenwerder dokumentierten die strategische Bedeutung der Luftfahrtindustrie für die Stadt. Hamburg sei dadurch zum Beispiel bundesweit die einzige Stadt, die im Bereich des Fahrzeugsbaus seit 1990 eine um 6,2 % gestiegene Beschäftigtenzahl verzeichnen könne. Andere Regionen hätten Rückgänge zwischen neun und knapp 19 %.

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