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06.02.2001

13:47 Uhr

vwd MÜNCHEN. Die BMW AG, München, rüstet sich für einen möglichst großflächigen Seriensatz von kohlefaserverstärkten Kunstoffen (CFK) im Automobilbau. Wie die BMW Group am Dienstag mitteilte, hat sie deshalb eine strategische Entwicklungs- und Zulieferpartnerschaft mit dem US-Konzern Zoltek geschlossen, der führend auf dem Gebiet der Produktion hochwertiger Fasermaterialien sei. Ziel der Kooperation mit Zoltek sei es, wirtschaftlich sinnvoll, qualitativ hochwertig und reproduzierbar Kohlefaserhalbzeuge zu fertigen, um CFK-Karosserien für den großflächigen Serieneinsatz herzustellen. Dadurch könne BMW ihren Technologievorsprung auf dem Gebiet des innovativen Leichtbaus weiter ausbauen

Der deutsche Automobilhersteller plant nach eigenen Angaben, in den kommenden fünf Jahren Serienautos mit CFK Karosserien anzubieten. Durch kohlefaserverstärkte Kunststoffe in der Karosseriestruktur könnte nach heutigem Technologiestand das Fahrzeuggewicht stark reduziert werden. Das Material wiege bis zu 50 % weniger als Stahlblech und bis zu 30 Prozent weniger als Aluminiumprofile. Durch weniger Fahrzeuggewicht lasse sich der Verbrauch redzieren. Derzeit entwickelt und erprobt BMW in einer Pilotanlage im Landshuter Innovations- und Technologie-Zentrum (LITZ) mit "Hochdruck" eine völlig neue Technologie, mit der Fahrgastzellen von Serienautos aus CFK hergestellt werden können.

Zoltek sei ein "idealer" Partner, da das Unternehmen bereits Verfahren entwickelt habe, um zu geringen Kosten hochwertige Faserverbundstoffe in großer Menge herzustellen. Die Kooperation bilde die Basis, die Materialentwicklung auf Grund der von BMW gestellten fertigungstechnischen Anforderungen voran zu treiben und die Herstellungskosten dabei "deutlich" zu senken.

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