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03.02.2002

14:25 Uhr

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Epizentren rücken immer weiter nach Westen

Die Erdbeben in der Türkei in diesem Jahrhundert wandern immer weiter Richtung Westen. Die Epizentren lagen dabei zumeist entlang der Hauptverwerfung, der anatolischen Verwerfung.

afp ANKARA. Das Epizentrum des Bebens am Sonntagmorgen lag bei rund 31 Grad östlicher Länge, mehrere hundert Kilometer südlich der Hauptverwerfung. Die Erdstöße mit einer Stärke von bis zu 6,0 auf der Richterskala erschütterten das gesamte Zentrum und den Nordwesten des Landes.

Schon bei nur minimalen Bewegungen der anatolischen Verwerfung kommt es in der Türkei zu Erdbeben. Die Verwerfung reicht über rund 1000 Kilometer von der Ägäis bis zur armenischen Grenze und teilt die Türkei in einen Nord- und einen Südblock. Der südliche Block bewegt sich in Richtung Westen, der nördliche Block driftet gen Westen. Beide Abschnitte bewegen sich mit einer Geschwindigkeit von im Schnitt 2,4 Zentimetern pro Jahr. Hauptverantwortlich ist die Verschiebung der arabischen Platte, auf der die Türkei, Iran und Saudi-Arabien liegen. Sie drückt gegen den südtürkischen Block.

Seismologen haben inzwischen ein dichtes Überwachungsnetz in den Regionen aufgebaut, in denen ein größeres Bebenrisiko herrscht. Doch mehr als die genaue Lokalisierung der Gräben und Verwerfungen ist den Experten bisher nicht gelungen. Die Verwerfungen haben viele Verzweigungen wie ein Baum mit vielen Ästen.

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