Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.01.2003

12:39 Uhr

"Ergebnis eines Abwägungsprozesses"

Faltlhauser verteidigt Tarifabschluss

Der bayerische Finanzminister Kurt Faltlhauser (CSU) hat den in der vergangenen Woche in Potsdam erzielten Tarifkompromiss für den öffentlichen Dienst verteidigt. "Die Paraphierung fünf Minuten vor Mitternacht ist mir in keiner Weise leicht gefallen."

HB/dpa BAD KISSINGEN. Der Tarifvertrag sei das Ergebnis eines Abwägungsprozesses gewesen, sagte der Verhandlungsführer der Länder am Montag bei der Arbeitstagung des Beamtenbundes in Bad Kissingen.

Entschieden verbat sich Faltlhauser Kritik von Seiten der Wirtschaft. "Derartige Ratschläge sollen sie sein lassen." Faltlhauser verwies darauf, dass für die Banken ein Tarifvertrag mit ähnlich langer Laufzeit abgeschlossen worden ist. "Die Banken haben über sechs Prozent Steigerung, schmeißen die Leute raus und geben gute Ratschläge."

Zur Forderung des Beamtenbundes, den Tarifabschluss auf die Besoldung der Beamten zu übertragen, sagte Faltlhauser, für Bayern bleibe es beim Gleichklang zwischen Tarif- und Beamtenbereich. Zunächst sei aber der Bund am Zuge. Den Vorstoß Berlins, mit Öffnungsklauseln die einheitliche Beamtenbesoldung aufzubrechen, lehnte er ab.

Der für 27 Monate geschlossene Tarifvertrag sieht für die drei Mill. Arbeiter und Angestellten des öffentlichen Dienstes für dieses Jahr eine Einkommenssteigerung von 2,4 % und für 2004 eine weitere Anhebung in zwei Stufen von jeweils einem Prozent vor. Als Ausgleich entfällt ein freier Tag. Die Anpassung der Osteinkommen soll bis 2009 abgeschlossen sein.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×