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20.03.2004

17:58 Uhr

Ergebnisse der Fußball-Bundesliga

Bayern München verliert Anschluss - Hannover 96 bleibt auf Abstiegsplatz

Hertha BSC hat dem FC Bayern München in der Fußball-Bundesliga einen Punkt abgetrotzt. Der VfB Stuttgart kann beim Tabellenschlusslicht aus Köln nicht gewinnen.

HB BERLIN. Für etwas mehr als 24 Stunden hat der FC Bayern (50 Punkte) in der Fußball-Bundesliga den Abstand zum Tabellenführer wenigstens um einen Punkt reduzieren können. Doch das 1:1-Remis der Münchner bei Hertha BSC ist zu wenig. Denn Spitzenreiter Werder Bremen (58) kann sich am Sonntag mit einem Sieg beim VfL Wolfsburg noch weiter absetzen. Auch der Tabellendritte aus Stuttgart (47) bleibt trotz des 2:2 bei Tabellenschlusslicht 1. FC Köln auf Champions League-Kurs.

Die Uefa Cup-Plätze belegen weiterhin der VfL Bochum (2:2 in Kaiserslautern) und Bayer Leverkusen nach dem 2:0 in Rostock. Beide Teams sind nun punktgleich.

Auf den Abstiegplätzen hat sich diesmal nichts geändert, da alle Klubs am Samstag gepunktet haben. Köln ist abgeschlagen Letzter, Hertha bleibt auf Rang 17. Auch Hannover steht trotz des 2:2 in Schalke in der Tabelle weiter unter dem ominösen Strich.Die Münchner Löwen können am Sonntag mit einem Remis oder einen Sieg gegen den SC Freiburg in der Tabelle wieder weiter nach oben klettern.

FC Schalke 04 - Hannover 96 2:2 (0:1)

Schalke 04 hat die zweite Niederlage in Folge mit Mühe abwenden können. Zwei Treffer von Thomas Brdaric (14./71.) reichten den Niedersachsen am Ende nicht zum Sieg. Die Gastgeber waren durch ein Eigentor des Hannoveraners Per Mertesacker (61.) und einen Treffer von Ebbe Sand (84.) zum Ausgleich gekommen.

Schalke enttäuschte jedoch erneut mit einem über weite Strecken ideenlosen Spiel. 96 agierte aus einer kompakten Abwehr heraus und verlegte sich ganz auf Konter.

1. FC Köln - VfB Stuttgart 2:2 (1:1)

Knapp eine halbe Stunde hielt die Kölner Abwehr stand. Doch in der 28. Minute sorgte Silvio Meißner dann doch für das 1:0 für den VfB. Nach der Führung taten die Schwaben allerdings zu wenig. So kam der Tabellenletzte mit seiner zweiten Chance noch vor der Pause durch Florian Kringe (45.) zum Ausgleich. Nach der Pause gingen die Kölner durch Markus Feulner (70.) sogar in Führung. Doch schon im Gegenzug brachte ein Eigentor seines Klubkollegen Matthias Scherz den 2:2-Ausgleich.

Hansa Rostock - Bayer 04 Leverkusen 0:2 (0:0)

Die Serie von Hansa Rostock ist gerissen. Dimitar Berbatov (57.) und Marko Babic (75.) sorgten mit ihren Treffern für den 2:0 (0:0)-Auswärtssieg von Bayer Leverkusen. Nach dem zweiten Sieg in der Rückrunde hat sich die Werkself auf einem Uefa-Cup-Platz festgesetzt.

Die Gastgeber konnten die Partie anfangs zwar offen gestalten. Leverkusen wurde aber im Spielverlauf stärker und kam am Ende zu einem verdienten Sieg.

Borussia Dortmund - Eintracht Frankfurt 2:0 (1:0)

Dem permanenten Druck der Dortmunder Borussia war Eintracht Frankfurt nicht gewachsen. Doch die Gastgeber brauchten viele Chancen, bis Ewerthon (23.) der Führungstreffer gelang. Insgesamt hatte der BVB vor der Pause 17 Möglichkeiten zu Buche stehen. Die erschreckend schwachen Frankfurter kamen nicht ein einziges Mal vor das Tor von BVB-Schlussmann Guillaume Warmuz. Dortmunds Jan Koller setzte nach 49 Minuten einen Kopfball an die Latte. In der 80. Minute machte es der Stürmer dann besser und erzielte das 2:0.

Seit der 39. Minute spielte die Eintracht nach der Gelb-Roten Karte für Henning Bürger nur mehr mit zehn Mann. Frankfurts Trainer Willi Reimann wurde von Schiedsrichter Hermann Albrecht auf die Tribüne geschickt.

Hertha BSC Berlin - FC Bayern München 1:1 (1:1)

Auch in Berlin hat sich wieder gezeigt, wie abhängig der FC Bayern von Roy Makaay ist. Der Stürmer ist der einzige Spieler, der für den Titelverteidiger regelmäßig trifft. Der Niederländer brachte die Münchner diesmal schon nach 8. Minuten mit 1:0 in Führung. Mit Ausnahme eines Lattentreffers von Owen Hargreaves und eine Pfostentreffers von Ze Roberto (45.) war es das aber auch schon. Die Gastgeber ihrerseits profitierten beim Ausgleich von einem von Bastian Schweinsteiger verursachten Elfmeter. Marcelinho (43.) ließ Bayern-Torwart Oliver Kahn keine Chance.

1. FC Kaiserslautern - VfL Bochum 2:2 (0:2)

Die Erfolgsserie des VfL Bochum hält unvermindert an. Die Mannschaft von Trainer Peter Neururer ist nach dem 2:2 (2:0)-Remis beim 1. FC Kaiserslautern nun schon seit zehn Saisonspielen ungeschlagen. Beim Führungstreffer profitierten die Bochumer von einem individuellen Fehler von Bill Tchato. Der Kameruner spielte VfL-Stürmer Vahid Hashemian den Ball direkt vor die Füße. Und der Iraner hatte keine Mühe, den Ball an FCK-Torwart Tim Wiese vorbei einzuschieben (15.). Eine Minute vor dem Seitenwechsel erhöhte Dariusz Wosz per Kopf auf 2:0.

Dabei hatten die Gastgeber schon in Halbzeit eins eine Chance nach der anderen. Nach der Pause fielen dann auch die Treffer. Der Tscheche Vratislav Lokvenc (55./64.) rettete den Pfälzern mit seinen beiden Treffern aber doch noch einen Punkt.

Borussia Mönchengladbach - Hamburger SV 3:0 (0:0)

Borussia Mönchengladbach kann sich auch in dieser Saison auf die Heimstärke verlassen. Auch gegen den Hamburger SV holte die Mannschaft von Trainer Holger Fach beim 2:0 (0:0)-Erfolg drei Zähler. Es dauerte bis zur 61. Minute, bis Jeff Strasser für die Gastgeber erfolgreich war. Zuvor war Gladbach zwar bemüht. Das ideenlose Spiel brachte aber lange Zeit nichts ein. Doch Hamburg konnte aus dieser Schwäche kein Kapital schlagen. Erst Vaclav Sverkos (79.) und Thomas Broich (81.) sorgten mit einem Doppelschlag für die entgültige Entscheidung.

TSV 1860 München - SC Freiburg (Sonntag 17.30 Uhr)

Von Ruhe kann beim TSV 1860 München auch nach dem «Machtwechsel» keine Rede sein. Zu prekär ist die sportliche Situation. Sollten die Löwen auch gegen Freiburg verlieren, droht gar der Sturz auf einen Abstiegplatz. Davon will Trainer Falko Götz nichts wissen. «Wir werden nächstes Jahr in der Ersten Liga spielen. Wir müssen jetzt nur die Ruhe bewahren.»

Zumal die Freiburger in dieser Saison auswärts noch nicht einmal gewonnen haben. Und beim TSV 1860 gab es bislang ohnehin noch nie etwas zu holen. Die Leistungsdiskrepanz zwischen den Heimauftritten der Breisgauer und den Auftritten in fremden Stadien ist enorm. Und jetzt hat auch noch eine Grippewelle einen Großteil der Mannschaft flach gelegt. Trainer Volker Finke befürchtet, dass es «vielleicht noch einige mehr erwischt.»

VfL Wolfsburg - Werder Bremen (Sonntag um 17.30 Uhr)

Die internen Querelen innerhalb der Wolfsburger Mannschaft sind einfach nicht abzustellen. Was sich nicht gerade förderlich auf die Leistung der Niedersachsen auswirkt. «Wir müssen gegen Bremen den Bock umstoßen», fordert Trainer Jürgen Röber. Denn auch der Coach steht unter Druck. Ihm wird vorgeworfen, er könne das vermeintlich beste VfL-Aufgebot der Geschichte nicht führen.

In Bremen kann die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf die kommenden Aufgaben ganz locker angehen. Eine Niederlage werde die Mannschaft auf dem Weg zum Double nicht aus der Bahn werden. «Irgendwann wird es auch uns erwischen», warnt Mladen Krstajic. Aber «das werden wir auch überstehen.»

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