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05.06.2000

17:47 Uhr

dpa BERLIN. Nach dem Einzelhandel verlangen Politiker von CDU und FDP eine Lockerung der Ladenschlusszeiten in Deutschland. Der Unions-Wirtschaftsexperte Gunnar Uldall (CDU) und der stellvertetende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Rainer Brüderle, forderten in der "Berliner Zeitung" (Dienstag) die Freigabe der Öffnungszeiten an Werktagen. "Zusätzliche Öffnungszeiten ermöglichen auf Arbeitnehmer- und Verbraucherseite eine flexiblere Tagesplanung", sagte Uldall.

Der CDU-Politiker betonte aber auch, eine Reform des Ladenschlusses müsse die Sonn- und Feiertagsruhe wahren und die weitere Ausbreitung der Sonntagsarbeit eindämmen. «Auch für Nichtchristen bietet die Sonntagsruhe Gelegenheit zur Muße und zum Innehalten.» Die Zahl der verkaufsoffenen Sonn- und Feiertage müssten auf vier pro Jahr beschränkt werden.

"Die Liberalisierung des Ladenschlusses gehört ganz oben auf die Tagesordnug", sagte Brüderle. An Sonn- und Feiertagen sollten nach den Vorstellungen der FDP-Bundestagsfraktion die Bundesländer "individuelle Schutzregelungen" treffen. Bei Freigabe der Öffnungszeiten bestehe "ein erhebliches Potenzial" an neuen Arbeitsplätzen im Handel. Angesichts der sich durchsetzenden Internet-Ökonomie seien Ladenschlusszeiten ohnehin nicht zu halten.

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