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12.01.2001

19:23 Uhr

rtr TOKIO. Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) ist am Freitag in Japan eingetroffen, um dort an der Finanzministerkonferenz der europäisch-asiatischen Staatengruppe ASEM teilzunehmen. Im Mittelpunkt der Konferenz in Kobe steht die Erörterung der Weltwirtschaftslage vor dem Hintergrund der Abkühlung der US-Konjunktur. Zudem geht es um Möglichkeiten zur Stärkung der internationalen Finanzarchitektur. Zu der aus 26 Staaten bestehenden ASEM-Gruppe gehören die 15 Mitglieder der Europäischen Union, die Europäische Kommission, die Länder der asiatischen Staatengruppe ASEAN sowie China, Korea und Japan.

Am Montag wird Eichel in Tokio zusammen mit Frankreichs Finanzminister Laurent Fabius bei einer Vortragsveranstaltung vor Finanz- und Wirtschaftsexperten für den Euro werben. Dabei wird Eichel nach Angaben aus dem Bundesfinanzministerium unterstreichen, dass er die europäische Gemeinschaftswährung trotz der Kurserholung in den vergangenen Wochen nach wie vor für unterbewertet hält. Eichel und Fabius hatten im Sommer angesichts des damaligen Kursverfalls des Euro vereinbart, an wichtigen Finanzplätzen in der Welt für die Gemeinschaftswährung zu werben.

Seinen niedrigsten Wert hatte der Euro im Herbst mit 0,82 $ erreicht. Seitdem klar ist, dass sich die US-Konjunktur deutlich abkühlt und die wirtschaftliche Lage in Europa weitgehend stabil bleibt, erholte er sich aber. Inzwischen gibt es in der Euro-Zone sogar Befürchtungen, dass der Euro zu einem Höhenflug ansetzen könnte. Dies würde die Exportkonjunktur schwächen, von der Deutschland abhängig ist.

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