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04.02.2001

14:14 Uhr

dpa WIEN. Tausende von Menschen haben am Samstag in Wien gegen die rechtskonservative Regierung aus Volkspartei (ÖVP) und Freiheitlichen (FPÖ) demonstriert. Anlass war der erste Jahrestag der Bildung der Koalition unter Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP). Zahlreiche Redner kündigten an, den vor einem Jahr begonnenen Widerstand gegen die Regierung fortsetzen zu wollen. Nach Angaben der Organisatoren nahmen rund 8 000 Menschen trotz Schneefalls an der Schlusskundgebung vor dem Regierungssitz in der Wiener Innenstadt teil. Die Polizei sprach hingegen von 5 000 Demonstranten.

Der Amtsantritt der Regierung war Anfang Februar des Vorjahres von heftigen Protesten gegen die Beteiligung der rechtspopulistischen FPÖ überschattet. Schüssel und seine Minister konnten nur durch einen unterirdischen Gang zur Vereidigung in den Amtssitz von Präsident Thomas Klestil gelangen. An der größten Kundgebung gegen die Regierung hatten vor einem Jahr mehr als 100 000 Menschen teilgenommen.

Die Partnerstaaten in der Europäischen Union hatten zudem aus Protest gegen den Eintritt der FPÖ in die Regierung ihre Kontakte zu Wien eingefroren. Als Grund waren ausländerfeindliche Äußerungen von FPÖ-Politikern genannt worden. Die Beziehungen zwischen Österreich und den anderen 14 EU-Staaten haben sich seit der Aufhebung der Maßnahmen im vergangenen September wieder weitgehend normalisiert.

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