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13.02.2002

05:17 Uhr

Erstes US-Gold im Eisschnelllaufseit 1994

Jäger Fitzrandolph besiegt den "Eisfloh"

Hobby-Jäger Casey Fitzrandolph hat in der 500-m-Entscheidung der Eissprinter goldene Beute gemacht. Der US-Boy, der schon nach dem ersten Tag in Führung gelegen hatte, behielt auch im zweiten Rennen der Olympia-Entscheidung die Nerven und verteidigte mit dem Gesamtresultat von 69,23 Sekunden einen Mini-Vorsprung von drei Hundertsel vor dem japanischen Favoriten Hiroyasu Shimizu.

HB/dpa SALT LAKE CITY. Euphorisch feierten die 4600 Fans im ausverkauften Utah Olympic Oval am Dienstag das erste Eisschnelllauf-Gold für ihr Land seit Dan Jansens 1000-m-Erfolg 1994 in Hamar.

Der 1,62 m große "Eisfloh" Shimizu, der in Nagano mit dem ersten Eisschnelllauf-Gold für Japan zum Volkshelden avancierte, gab im zweiten Lauf noch einmal alles, war aber trotz Bestzeit am zweiten Tag gegen den Amerikaner chancenlos. Nach 34,65 Sekunden kam er im Gesamtklassement auf 69,26 und musste sich mit Platz zwei begnügen.

Sprint-Weltmeister Jeremy Wotherspoon (Kanada), der als Mitfavorit im ersten Lauf gleich nach zwei Schritten über seine Schlittschuhe gestolpert war, bewies in 34,63 Sekunden, dass zumindest über 1000 m mit ihm zu rechnen ist. Fitzrandolph, der wie Wotherspoon im niederländischen Privatteam TVM trainiert, hatte nach dem ersten Rennen sein Mitgefühl zum Ausdruck gebracht. "Ich kann mich gar nicht über meine Zeit freuen, weil meinem Freund dieses Missgeschick passiert ist", meinte er nach seinem Landesrekord von 34,42, womit er Shimizus Weltrekord nur um eine Zehntel verfehlt hatte.

Michael Künzel verfehlte in 35,37 Sekunden seinen deutschen Rekord von 35,30 wiederum knapp und wurde 19. Nach langer Verletzungspause kam er damit nicht an seine Platzierung von Nagano heran, als er 11. gewesen war. "Es geht von Lauf zu Lauf besser", meinte der Berliner, der in der Vorbereitung lange verletzt war. Auch Christian Breuer, der in 35,57 Sekunden eine persönliche Bestzeit aufstellte, wies ansteigende Form nach. Der Grefrather, der am Ende 26. wurde, hatte die Sprintrennen ebenso wie Jan Friesinger (Inzell), der zum zweiten Lauf nicht mehr antrat, nur zu Trainingszwecken für die 1000 und 1500 m genutzt. "Das war ein idealer Lauf. Jetzt bin ich optimistisch für die 1000 m", freute sich Breuer.

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