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29.01.2002

07:54 Uhr

Erstmals keine Dividende

Toshiba rechnet mit höheren Verlusten

Die Toshiba Corp, Tokio, erwartet für das Gesamtjahr per 31. März 2002 noch größere Verluste, nachdem sie am Montag für die Unternehmensgruppe und das dritte Geschäftsquartal einen Nettoverlust von 84,87 Mrd. Yen ausgewiesen hat.

Reuters/vwd TOKIO.

Der Konzern begründete dies am Dienstag mit dem rückläufigen Geschäft mit Computern und Telekommunikations-Ausrüstung. Für das Geschäftsjahr bis zum 31. März werde ein konsolidierter Nettoverlust von 260 Mrd. Yen (rund 2,3 Mrd. Euro) erwartet.

Im Oktober hatte das Unternehmen einen Verlust von 200 Mrd. Yen prognostiziert. Für das abgelaufene Quartal wies Toshiba einen konsolidierten Nettoverlust von 84,87 Mrd. Yen (rund 740,4 Mill. Euro) aus nach einem Gewinn von 11,08 Mrd. Yen im Vorjahreszeitraum. Toshiba-Aktien schlossen in einem schwachen Marktumfeld 1,13 % im Minus.

Die Quartalsumsätze gingen den Angaben zufolge im Jahresvergleich um 13 % auf 1,21 Billionen Yen zurück. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen zum Vorjahr mit einem Umsatzrückgang von rund zehn Prozent auf 5,36 Billionen Yen. In der Chip-Sparte revidierte der Konzern seine Umsatzprognose dagegen nach oben. Eine Dividende werde in diesem Jahr nicht ausgeschüttet, teilte Toshiba weiter mit.

Der Absatzeinbruch und der harte internationale Wettbewerb hatten im vergangenen Jahr die Gewinne vor allem im Halbleitersektor aufgezehrt und Toshiba zu einer Reihe von Gewinnwarnungen genötigt. Das Unternehmen reagierte darauf mit einem Restrukturierungsplan, der unter anderem weltweit einen zehnprozentigen Personalabbau vorsieht und den Verkauf der US-Chipfertigung einschließt.

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