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07.02.2002

22:16 Uhr

Erstmeldungen zur Arbeitslosigkeit gesunken

Dow Jones und Nasdaq schließen im Minus

Die Erstmeldungen zur Arbeitslosigkeit in den USA sind in der vergangenen Woche zwar deutlich gesunken, aber dennoch schloss der Dow Jones mit leichten Verlusten. Die Nasdaq wurde durch einen enttäuschenden Ausblick des Netzwerkausrüsters Cisco noch stärker belastet.

hha/HB NEW YORK. Die New Yorker Börsen schlossen am Donnerstag im Minus. Während sich die Verluste im Dow Jones in Grenzen hielten, wurde die Nasdaq von Ciscos verhaltenem Ausblick stärker ins Minus gedrückt. Der Netzwerkausrüster hatte zwar mit dem am Mittwoch nach Handelsschluss veröffentlichten Quartalsergebnis die Erwartungen der Analysten übertroffen. Für das laufende Quartal rechnet das Unternehmen allerdings lediglich mit einem Umsatzplus im unteren einstelligen Bereich. Zu wenig für viele Händler: Das Papier verlor 6,9 % und war die meist gehandelte Aktie an der Nasdaq. 150 Mill. Stück wechselten den Besitzer.

Der Nasdaq-Composite-Index ging mit einem Minus von 1,7 % aus dem Handel. Der Dow-Jones-Index notierte zwischenzeitlich um 0,7 % höher als am Vortag, gab die Gewinne aber im späten Handel wieder ab und schloss mit leichten Verlusten (- 0,3 %). Der breit gefasste S & P-500 gab 0,3 % ab. An der Wall Street wurden 1,29 Mrd. Aktien gehandelt. 1 434 Gewinnern standen 1 622 Verlierer gegenüber.

Positiv wirkte zunächst eine überraschend gut ausgefallene Arbeitsmarktstatistik auf die Börse: Die Erstmeldungen zur Arbeitslosigkeit sind in der vergangenen Woche um 15 000 auf 376 000 gesunken. Dadurch wurden erneut Hoffnungen auf ein Ende der Rezession geschürt. Nach Angaben des Informationsdienstes Bloomberg rechnen Analysten im Durchschnitt mit einem Anstieg der Gewinne um 8,8 % im zweiten und um 31,4 % im dritten Quartal. "Die wirtschaftliche Situation ist positiv für die Börse", kommentierte Michelle Clayman von New Amsterdam Partners. Eine Erholung der Wirtschaft werde in drei bis sechs Monaten zu höheren Gewinnen führen. Im Dow profitierten die Titel des Unterhaltungskonzerns Walt Disney am stärksten von den Hoffnungen (+4,9 %).

Auch die großen Einzelhandelsunternehmen trugen mit ihren Verkaufszahlen für Januar zum Konjunkturoptimismus bei. Sowohl beim weltgrößten Einzelhändler Wal-Mart (-0,7 %) als auch bei den Konzernen Kohl?s (+0,1) und Target (-0,2) fielen die Verkäufe besser aus als erwartet. Händler werteten dies als Zeichen dafür, dass das Verbrauchervertrauen wächst.

Unter der Schwäche der Cisco-Aktie litten auch die kleineren Konkurrenten des Netzwerkspezialisten an der Nasdaq: Juniper Networks gaben 2,6 % ab, Extreme Networks verloren 4,7 %. Doch auch unter den Technologiewerten gab es Gewinner: Aktien des Internetsuchdienstes Overture Services stiegen um 25,8 %, nachdem Konzernchef Ted Meißel angekündigt hatte, das Unternehmen wolle seine Prognosen anheben.

Worldcom kletterten um 13,5 %. Das Telekommunikationsunternehmen veröffentlichte stark gesunkene Gewinne und korrigierte seine Prognose für 2002 nach unten. Den Händlern war allerdings wichtiger, dass CEO Bernard Ebbers versicherte, sein Unternehmen stehe nicht vor dem Konkurs. Es habe genügend liquide Mittel, um zu überleben, so Ebbers.

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