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19.01.2001

15:03 Uhr

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Ertragssaison sorgt für gute Stimmung

VonWALL STREET CORRESPONDENTS

Die Ertragssaison verläuft weiterhin zufriedenstellend. Anleger und Investoren an der Wall Street können aufatmen. Kaum eines der großen Unternehmen enttäuscht oder gar erschrickt die Wall Street mit miesen Zahlen. Im Gegenteil: Die Zahlen sind gut, die Aussichten solide.

eBay und Commerce One können die Prognosen sogar übertreffen. Die Ergebnisse von Nortel Networks, Microsoft und Sun Mircrosystems liegen genau im Rahmen der Erwartungen. Lediglich Sun Microsystems Zukunftsprognosen enttäuschen etwas. Heute könnten die Bereiche Computer, Internet und der Glaserfaser deutlich stärker tendieren. Daher kann die Futures am Morgen nichts aus der Ruhe bringen. Sowohl der S&P Future als auch der Nasdaq Future tendieren in der Gewinnzone.



Der Markt könnte auch von einer Veröffentlichung von Goldman Sachs einen kräftigen Schub bekommen. Die Investmentbank verändert seinen globalen Aktienanteil von "neutral" auf "übergewichten". Aktienstrategen aus dem Haus gehen davon aus, dass die Aktienkurse in den nächsten zwölf Monaten 23 Prozent zulegen werden. Als Begründung wird unter anderem die nächste Notenbanksitzung am 31. Januar angeführt. Goldman Sachs geht davon aus, dass Alan Greenspan die Zinsen in naher Zukunft zum zweiten Mal senken wird. Die Strategen rechnen damit, dass die Gewinne der globalen Unternehmen im laufenden Jahr durchschnittlich sieben Prozent wachsen werden.



Beliebt ist bei den Anlegern vorbörslich Nortel Networks. Mit einem Gewinn von 26 Cents pro Aktie erfüllte der kanadische Netzwerk- und Telefonhersteller die Prognosen der Analysten. Auch Nortels Aussichten für das laufende Jahr stimmen Anleger positiv. Trotz des schlechten Marktumfelds bestätigt Nortel Vorstand John Roth nochmals ein Umsatzwachstum von 30 Prozent.



Ebenfalls gefragt ist auch das Papier von Mircosoft. Auch der Softwaregigant konnte die Konsensschätzungen von 47 Cents Gewinn pro Aktie treffen. Den Umsatz steigerte das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahresquartal um acht Prozent. Besorgt zeigt sich Microsoft jedoch über die angespannte Wirtschaftslage und die schleppende PC-Nachfrage. Microsoft befürchtet, dass der Gewinn im laufenden Quartal die Prognosen von 44 Cents Gewinn pro Aktie nicht erfüllen wird. Die Analysten scheint das bislang nicht zu stören. Die Analysten von Deutsche Bank Alex Brown bestätigen ihre Kaufempfehlung.



Kritischer sind sie da eher bei Sun Microsystems. Zwar konnte der Serverriese den Gewinn im zweiten Quartal um 19 Prozent auf 16 Cents pro Aktie steigern und erfüllte damit ebenfalls die Prognosen der Analysten. Doch sind die Aussichten für das laufende Quartal trüb. Der Umsatz werde den des Vorjahresquartals nicht übersteigen. Der Gewinn könnte im laufenden und kommenden Quartal sogar geringer ausfallen als im Vorjahreszeitraum. Die Analysten von SC Cowen reduzieren die Einstufung auf "neutral". Die Aktie verliert vor Handelsstart an Wert.



Zu den ungeliebten Kindern gehört zum Wochenschluss Home Depot. Amerikas größte Baumarktkette warnte am Morgen vor schlechten Quartalszahlen. Hohe Energiepreise, die abkühlende US-Wirtschaft, schlechtes Wetter und die Investitionsverluste der Anleger sorgten in ihren Filialen für geringere Einnahmen. Statt des von Analysten prognostizierten Gewinns von 24 Cents pro Aktie erwartet Home Depot nur noch 20 Cents Gewinn pro Papier. Im Vorjahresquartal hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 25 Cents pro Aktie erwirtschaftet.

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