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11.03.2003

11:15 Uhr

Erwartungen herunter geschraubt

Nokia hängt die Latte tiefer

Der weltgrößte Handy-Hersteller Nokia hat seine Gewinn- und Umsatzerwartungen für das laufende Quartal nach unten geschraubt. Der überraschend trübe Ausblick führte zu Kurverlusten von mehr als sechs Prozent und belastete auch andere europäische Telekom-Titel.

Reuters HELSINKI. Für das erste Quartal rechne Nokia nun mit einem Proforma-Gewinn je Aktie von 0,15 bis 0,17 Euro, teilte das finnische Unternehmen am Dienstag mit. Bisher war der Konzern von 0,15 bis 0,19 Euro ausgegangen. Beim Gesamtumsatz erwartet das Unternehmen, dessen Handy-Marktanteil bei über einem Drittel liegt, einen leichten Rückgang von 7,01 Milliarden Euro vor einem Jahr. Im Januar hatte Nokia gewarnt, das Erlöswachstum werde etwas unter der Spanne von null bis neun Prozent liegen.

Als Gründe für den trüben Ausblick nannte Nokia die Kaufzurückhaltung angesichts der allgemein schlechten Wirtschaftslage und ein schwaches Geschäft der Netzwerksparte. Im vergangenen Jahr hatte der Handyhersteller insgesamt sechs Mal den Umsatzausblick gesenkt und beim im Gesamtjahr erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt einen Umsatzrückgang verzeichnet. Auch andere Handy-Hersteller wie der mit deutlichem Abstand kleinere Konkurrenten Motorola hatten in der jüngsten Vergangenheit trübe Ausblicke auf ihr Geschäft abgegeben.

Nokia-Aktien verloren nach der Mitteilung mehr als sechs Prozent auf 10,70 Euro und waren größter Verlierer aller europäischen Standardwerte. Insgesamt hat die Nokia-Aktie in diesem Jahr bereits rund 30 Prozent an Wert verloren. Auch die Papiere anderer Telekomunternehmen gerieten unter Druck. Der Aktienkurs von Ericsson gab um mehr als elf Prozent nach.

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