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23.06.2000

18:05 Uhr

Reuters FRANKFURT. Der europäische Geldmarkt hat sich am letzten Tag der laufenden Reserveperiode am Freitagnachmittag sehr fest präsentiert. Händler von Banken in der Euro-Zone nannten Sätze zwischen 4,90 und 5,10 % nach 4,30 bis 4,40 % am Vormittag. Im Tagesverlauf hätten die Sätze allmählich, von frühen 3,85 bis 3,90 % angezogen. Ein Händler beschrieb das Geschehen: "Ein typischer Reserveultimo-Tag mit seinen Zinskapriolen". Andere Händler vermuteten hinter den besonders am Nachmittag kräftig anziehenden Sätzen, dass irgendwo Liquidität fehle oder Teilnehmer blockierten. Auch seien Abflüsse, zum Beispiel wegen des italienischen Steuertermins möglich.

Die neue Reserveperiode werde der Markt mit wieder niedrigeren Tagesgeldsätzen um 4,30 bis 4,40 % beginnen, hieß es im Handel.

Nach wie vor beschäftigt der am Mittwoch von der Europäischen Zentralbank (EZB) offerierte Schnelltender den Markt. Vor allem fragen Händler nach dem Sinn des Unternehmens, da auch ohne die zusätzliche Liquidität erkennbar gewesen sei, dass das Reservesoll von 113,5 Mrd. Euro erfüllt worden wäre. Der Schnelltender sei nicht erforderlich gewesen, sagte ein Händler. Bereits am Donnerstag, einen Tag nach dem Schnelltender, hatten Händler die Guthaben als sehr hoch bezeichnet und die Vermutung geäußert, die zugeteilten 7,0 Mrd. Euro seien zu viel gewesen. Die EZB hatte am Mittwoch einen eintägigen Schnelltender als Zinstender ausgeschrieben und dabei 7,0 Mrd. Euro ab einem Zinssatz von 4,26 % zugeteilt.

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