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21.01.2001

15:00 Uhr

"Es gibt gute Zeichen, dass es so weiter geht."

Jenoptik-Chef rechnet mit bis zu 20 % Umsatzwachstum

Ostdeutschlands umsatzstärkster Technologiekonzern Jenoptik AG ist weiter im Aufwind. "Es gibt gute Zeichen, dass es so weiter geht", sagte Vorstandsvorsitzender Lothar Späth.

dpa JENA. Ostdeutschlands umsatzstärkster Technologiekonzern Jenoptik AG ist weiter im Aufwind. "Der Umsatz könnte in diesem Jahr um bis zu 20 % zulegen", sagte Vorstandschef Lothar Späth in Jena. Er rechne zudem mit einer guten Ertragsentwicklung des im MDax gelisteten Unternehmens. "2000 war ein relaxtes, ärgerfreies Jahr. Es gibt gute Zeichen, dass es so weiter geht." Zahlen nannte Späth nicht.

Die Jenoptik AG (Jena) war nach dem Verkauf des Bereichs Telekommunikationstechnik auf die Industriesparten Reinraumtechnik/ Anlagenbau und Optoelektronik konzentriert worden. Drittes Geschäftsfeld ist die Risikokapitalfinanzierung von jungen Wachstumsfirmen. Der Konzern, der unter anderem Chipfabriken für die Halbleiterindustrie baut, beschäftigt im In- und Ausland rund 6 000 Mitarbeiter.

Nach eigenen Prognosen geht das Unternehmen für 2000 von einem Umsatzwachstum auf vergleichbarer Basis von zehn bis 15 % aus. Erwartet wird ein Umsatz der Gruppe von bis zu drei Mrd. DM. Die Gewinnprognose hatte Späth nach oben korrigiert. Erwartet wird ein Konzernüberschuss von etwa 160 Mill. DM und damit 150 % mehr als 1999. Darin enthalten ist allerdings ein Sonderertrag durch den Verkauf eigener Aktien in Höhe von 62 Mill. DM. Jenoptik will Ende Januar die vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorlegen.

Beteiligungen sollen an die Börse gebracht werden

Die diesjährigen Aussichten für alle drei Geschäftsbereiche bewertete Späth als gut. "Nach dem jetzigen Verhandlungsstand hat 2001 so gut angefangen, wie 2000 aufgehört hat." Die Entwicklung der Halbleiterindustrie, einem der wichtigsten Kunden für den Geschäftsbereich Reinraumtechnik, sieht der Jenoptik-Chef differenziert. Während es bei den Ausrüstern erste Anzeichen für Stornierungen gebe, seien die Anlagenbauer für die nächsten zwei Jahre so gut wie ausgelastet. "Alle bauen Fabriken. In der Halbleiterindustrie ist Unruhe, aber es spricht nichts für eine strukturelle Krise."

Späth verwies darauf, dass Jenoptik zunehmend auch Fabriken mit staubfreien Räumen für die Pharma-Industrie baut. "Wir haben Referenzen, dass wir es können." Außerdem gebe es im Bereich Internet die ersten Projekte für so genannte Server-Farmen. Für diese Computerzentralen würden ebenfalls speziell klimatisierte Räume gebraucht. Bei der Finanztochter DEWB AG (Jena), die 1999 ins Geschäft mit Risikokapitalfinanzierungen eingestiegen war, rechnet Späth in diesem Jahr mit drei bis acht Beteiligungen, die an die Börse gebracht werden könnten. "Darunter ist kein Unternehmen, das rote Zahlen schreibt."

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