Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.03.2003

13:31 Uhr

"Es gibt kein Sonderprogramm

KfW gibt keine Nothilfen für Banken

Die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist erneut Spekulationen entgegengetreten, sie könnte sich an einem Notprogramm für mit hohen Risiken belasteten Banken beteiligen.

Reuters BERLIN. "Nein, es gibt überhaupt kein solches Sonderprogramm", sagte KfW-Vorstandssprecher Hans Reich am Mittwoch in Berlin. Er verwies ergänzend auf eine Erklärung seines Instituts vor wenigen Tagen. Darin hatte die KfW einen Medienbericht zurückgewiesen, in dem von Plänen die Rede war, dass die KfW deutschen Großbanken riskante Kredite abkaufen und über eine Verbriefung am Kapitalmarkt handelbar machen könnte. "Wir verbriefen keine leistungsgestörten Kredite", hatte ein KfW-Sprecher seinerzeit erklärt.

"Ich glaube, hier wird vieles vermengt", sagte Reich zu Reuters. Die KfW sei inzwischen seit zweieinhalb Jahren in der Verbriefung von Kreditrisiken tätig und habe im letzten Jahr allein 20 Milliarden Euro Kreditrisiken verbrieft. "Wir haben immer gesagt, dass es unserer geschäftspolitischen Zielsetzung entspricht, diese Aktivität zu verstärken", sagte Reich weiter. Das habe aber nichts mit Sonderhilfen für Banken zu tun. Bei den genannten Verbriefungsaktionen werden unterschiedliche Einzelrisiken gebündelt, in Wertpapiere umgewandelt und am Kapitalmarkt an Investoren verkauft.

Die deutsche Bankensituation ist nach Reichs Worten von einer ausgeprägten Ertragsschwäche gekennzeichnet. "Ich glaube, man muss zur Kenntnis nehmen, dass der deutsche Finanzmarkt im internationalen Vergleich .... notorisch ertragsschwach ist", sagte der KfW-Chef. Dies komme etwa in einer deutlich unter der internationalen Konkurrenz liegenden Eigenkapitalrendite der deutschen Banken zum Ausdruck, wie auch durch eine Belastung der Erträge durch Wertberichtigungen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×