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09.03.2004

13:38 Uhr

"Es werden von Tag zu Tag mehr"

Deutsche Kunden entdecken polnische Grenzregion

Entlang der deutsch-polnischen Grenze scheint der Binnenmarkt schon längst zu existieren - obwohl Polen erst im Mai der EU beitritt. "Die Deutschen kommen, und es werden von Tag zu Tag immer mehr", berichtete die Zeitung "Gazeta Wyborcza" kürzlich. In Friseursalons, Autowerkstätten, Zahnarztpraxen oder Geschäften stellen sich die polnischen Geschäftsleute auf die Kunden vom westlichen Oderufer ein.

HB WARSCHAU. Auch die Gastronomiebetriebe profitierten davon, dass mittlerweile "nicht dutzende, sondern sogar tausende Deutsche" das polnische Grenzland als preiswerte Dienstleistungsalternative entdeckten. Selbst Hochzeiten und andere Familienfeiern werden mittlerweile im preiswerteren Polen gefeiert.

"Das Interesse der Deutschen steigt, täglich bekommen wir mehr Telefon- und Mailanfragen", stellt Autohändler Andrzej Szyjkowski aus Gorzow Wielkopolski fest. Der Fahrzeugcheck - mit den gleichen Garantien wie in Deutschland - koste durchschnittlich nur halb so viel wie im westlichen Nachbarland. Szyjkowski überlegt bereits, ob er seine Leistungen künftig nicht auch gegen Euro anbieten soll, um seinen Kunden den Gang zur Wechselstube zu ersparen.

Auch Friseure profitieren vom hohen Kurs des Euro im Vergleich zum polnischen Zloty. So kostet ein Männerhaarschnitt in Polen zwölf Zloty (2,50 ?), Kundinnen erhalten für 50 Zloty einen neuen Look. "Wir haben nicht nur Kunden aus Deutschland, sondern sogar aus Holland, Schweden und Dänemark", sagt die Besitzerin eines Friseursalons.

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