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30.01.2001

15:02 Uhr

Esser erhielt von Vodafone keine Zusagen

Vodafone-Chef Gent nimmt Esser in Schutz

Esser habe von Vodafone keine Zusagen bekommen, sagte Gent in einem am Dienstag vorab veröffentlichten Interview mit dem Westdeutschen Rundfunk. Esser habe "geradezu verzweifelt" um seinen Job und um die Unabhängigkeit von Mannesmann gerungen. "Und so weit ich weiß, hatte er keine Ahnung in Sachen späterer Entschädigungen", sagte der CEO der Vodafone Group plc, Newbury.

vwd /ap DÜSSELDORF. Essers Abfindung von 60 Mio DM nach der Übernahme der Düsseldorfer Mannesmann AG hatte für Aufsehen gesorgt. Eine Stuttgarter Anwaltskanzlei hatte deshalb Anzeige gegen den Topmanager wegen "Untreue zum Nachteil der Aktionäre" und Bestechlichkeit gestellt.

Das Magazin "Der Spiegel" hatte in seiner jüngsten Ausgabe erneut Spekulationen angeheizt, Esser und einige Getreue hätten möglicherweise die Wirren der Übernahmeschlacht genutzt, um selber Kasse zu machen, nicht zuletzt durch Abmachungen mit Vodafone über eine gigantische Abfindung. dem widersprach Gent: "Ich versichere Ihnen: Klaus Esser hat von uns keine Zusagen bekommen!"

Auch Esser wies den Vorwurf der Vorteilsnahme und Bestechung vehement zurück. Er hätte gerne auf alles Geld verzichtet, wenn er die Unabhängigkeit von Mannesmann hätte erhalten können. Im Übrigen habe er nicht 100 Mio DM bekommen, wie nun kolportiert werde; richtig sei vielmehr die Summe von gut 60 Mio DM.

Esser betonte, die Anerkennungsprämie betrage nicht einmal 0,2 Promille des Gewinns von rund 300 Mrd DM, den die Aktionäre gemacht hätten. "Ich bitte alle herzlich um Verständnis, dass ich das Angebot des Aufsichtsrats nicht abgelehnt habe. Ich bin der Meinung, das die Höhe der Zuwendung am Erfolg des Managers gemessen werden soll", sagte Esser.

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