Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.06.2000

14:39 Uhr

vwd BRÜSSEL. Die Europäische Kommission sieht nach den Worten einer Sprecherin der Klage der ARD gegen die Erlaubnis der Allianz der Medienkonzerne Kirch und Murdoch gelassen entgegen. "Wir sind zuversichtlich, dass unsere Entscheidung einer rechtlichen Prüfung standhält", sagte die Sprecherin von EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti am Donnerstag zu vwd. Die ARD hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass sie beim Europäischen Gerichtshof Erster Instanz (EuGeI) in Luxemburg dagegen geklagt habe. Monti hatte am 21. März die Pay-TV-Allianz der Mediengruppe British Sky Broadcasting plc (BskyB), Isleworth, und der KirchGruppe, Ismaning, unter Auflagen gebilligt.

Die ARD, die bereits während der wettbewerbsrechtlichen Prüfung ihre Bedenken bei Monti geäußert hatte, wolle die EU-Entscheidung auf ihre "verfahrens- und materiellrechtlichen Unbedenklichkeit" überprüfen lassen, wie es in einer Mitteilung der Rundfunkanstalten hieß. Grund sei ein drohendes Monopol: "Noch während des Verfahrens wird sich erweisen müssen, ob die umfangreichen Auflagen und Bedingungen der EU-Kommission tatsächlich geeignet sind, die Wertung einer marktbeherrschenden Stellung des Bezahltfernsehens von Kirch und Murdoch tatsächlich auszuräumen", so ARD-Vorsitzender Peter Voß in der Presseerklärung.

Die Sprecherin Montis sagte weiter, dass das Urteil der Luxemburger EuGeI-Richter zwar abzuwarten bleibe. Sie hätten in der Vergangenheit allerdings fast immer die Wettbewerbsentscheidungen der Kommission gestützt.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×