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22.01.2003

13:16 Uhr

Rainer Nahrendorf ist Chefkorrespondent des Handelsblatts

Rainer Nahrendorf ist Chefkorrespondent des Handelsblatts

Auch Hans Eichel weiß nicht, wie viele Milliarden Euro Schwarzgeld Deutsche auf Luxemburger Konten liegen haben. Aber er wird bald klüger sein. Denn Luxemburg, Österreich und Belgien haben sich verpflichtet, ab 2004 75 Prozent der Quellensteuer auf Zinsen ausländischer Anleger an deren Heimatländer zu überweisen. Die Einführung der bis 2010 auf 35 Prozent steigenden Quellensteuer ist der Preis dafür, dass die drei Länder ihr Bankgeheimnis solange beibehalten können, bis es auch die Schweiz und andere Drittstaaten aufgeben.

Das kann dauern. Wer die Quellen seines Geldes partout nicht offenbaren will, wird weiter auf den Bestand des Bankgeheimnisses in den drei Ländern setzen. Deshalb ist die Hoffnung, die in Deutschland geplante Abgeltungssteuer von 25 Prozent und die Steueramnestie werden 100 Milliarden Euro nach Deutschland zurückfließen lassen, eine Illusion.

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