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07.08.2000

08:10 Uhr

Reuters TOKIO. Der Euro hat sich am Montagmorgen an den Märkten des Fernen Ostens gut behauptet gezeigt. Gegen 06.30 Uhr MESZ wurden in Tokio für die europäische Gemeinschaftswährung Kurse um 0,9083/88 $ genannt. Zum Yen lag der Euro bei 98,72/77 Yen. In New York hatte der Euro am Freitagabend mit 0,9080/83 $ sowie 98,55 Yen geschlossen. Der Dollar notierte bei 108,64/74 Yen nach 108,55/65 Yen am Freitagabend. Händler begründeten den festen Euro mit den veränderten Zinsaussichten in den USA nach der Veröffentlichung der schwächer als erwartet ausgefallenen Juli-Arbeitsmarktdaten am Freitag.

Den Daten des US-Arbeitsministeriums zu Folge war die Zahl der neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft um 108 000 gesunken. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 4,0 %. Die Stundenlöhne stiegen um 0,4 % auf 13,76 $. Von Reuters befragte Volkswirte hatten einen Anstieg der Stellenzahl um 58 000 sowie eine unveränderte Arbeitslosenquote von 4,0 % vorausgesagt. Volkswirte hatten in ersten Reaktionen gesagt, die Zahlen zeigten eine Fortsetzung der bereits im zweiten Quartal beobachteten Verlangsamung des US-Wirtschaftswachstums. Eine Anhebung der Leitzinsen durch die Notenbank Fed bei der nächsten Sitzung des Offenmarktausschusses am 22. August sei unwahrscheinlicher geworden.

US-Wachstum bleibt stärker

Marktteilnehmer warnten jedoch, durch die Sommerpause der Europäischen Zentralbank (EZB) sei auch hier vor dem September nicht mit einer Zinserhöhung zu rechnen, was das Gesamtbild schon bald wieder ändern könne. Zudem sei das US-Wachstum noch immer stärker, als das in der Euro-Zone.

Zu Gunsten des Euro hieß es, die Abwärtsbewegung in der vergangenen Woche sei übertrieben gewesen. So sagte EZB-Direktoriumsmitglied in einem Interview mit dem Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel", er sehe keine rationalen Gründe für die Euro-Schwäche.

Am Freitag war der Euro vor der Veröffentlichung der US-Zahlen bis auf 0,89995 $ abgesackt.

Der Goldhandel begann am Montag in Hongkong fester. Im frühen Geschäft wurde die Feinunze des Edelmetalls (31,1 Gramm) mit 273,30/80 $ bewertet. In New York war Gold am Freitag zuletzt mit 273,00/50 $ notiert worden.

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