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26.01.2001

10:59 Uhr

Euro könne zu einer europäischen Zentralregierung führen

Davos: Welteke sieht keinen Druck zu EZB-Zinssenkung

Für die Europäische Zentralbank (EZB) besteht nach Worten von Bundesbankpräsident Ernst Welteke kein Handlungsdruck zu einer Leitzinssenkung, auch wenn die US-Notenbank den Leitzins erneut um 50 Basispunkte zurücknehmen sollte.

Reuters DAVOS. Die Geldpolitik in der Euro-Zone sei in einer Wartestellung. Es gebe keinen Bedarf für einen Richtungswechsel, sagte Welteke am Freitag beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos. Trotz der Konjunkturabkühlung in den USA werde das Wachstum in der Euro-Zone kräftig bleiben. Das Wirtschaftswachstum in Deutschland werde in diesem Jahr voraussichtlich 2,75 % betragen.

Das Wachstum der Geldmenge M3 habe sich in der Euro-Zone im Dezember leicht abgeschwächt in Reaktion auf die Zinserhöhungen der EZB im vergangenen Jahr. Dies signalisiere geringere Inflationsgefahren.

Der Euro kann Welteke zufolge möglicherweise zu einer europäischen Zentralregierung neben den nationalen Regierungen führen. Damit könnte Welteke eine Kontroverse über die Zukunft der Europäischen Union auslösen.

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