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21.03.2003

16:37 Uhr

Euro kostet wieder deutlich unter 1,06 Dollar

Dollar im Aufwind

Die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Irak-Krieges hat den Kurs des US-Dollar am Freitag in die Höhe getrieben. "Der Markt glaubt fest an ein schnelles Ende", sagte der Ökonom Ryan Shea von Bank One. "Wenn es mehr Anzeichen für ein freies Vorpreschen gibt, rechnen wir mit einem steigenden Dollar."

Reuters LONDON. Börsianer wiederholten aber ihre Einschätzung, dass jeder militärische Rückschlag sofort zu Dollar-Verkäufen führen werde. Schließlich habe er schon vor Kriegsausbruch in der Hoffnung auf einen kurzen Krieg kräftig zugelegt. Nach Berichten von Reuters-Korrespondenten setzten amerikanische und britische Truppen am Freitag ihre Bodenoffensive in Irak ohne größeren Widerstand fort. Truppen der USA und Großbritanniens besetzten wichtige Ölfelder. Britische Armeesprecher äußerten die Hoffnung, dass die Invasionsarmeen binnen drei bis vier Tagen die irakische Hauptstadt Bagdad erreichen werden.

Am Nachmittag lag der Euro bei 1,0556/61 Dollar, nach einem Stand von 1,0611/17 Dollar bei Handelsschluss in New York am Vortag. Parallel dazu verteuerte sich die US-Währung auf 121,27/30 Yen. Im Referenzkursverfahren EuroFX wurde der Kurs des Euro mit 1,0572 (Vortag 1,0618) Dollar festgelegt. Die EZB ermittelte den Referenzkurs ebenfalls mit 1,0572 (1,0618) Dollar.

Die Erholung des Dollar im Vergleich zu den asiatischen Währungen führten Börsianer zu einem Großteil auf verstärkte Käufe der dortigen Zentralbanken - insbesondere der Bank von Japan - zurück. "Ich bin fest davon überzeugt, dass ein Teil dieser (Dollar-) Korrektur von der Bank von Japan gesteuert wurde", sagte Karl Bröcker, Head of Treasury bei der LBBW in Singapur.

Experten gehen davon aus, dass der neu gewählte japanische Zentralbankchef Toshihiko Fukui die expansive Geldpolitik seiner Vorgänger noch verstärken wird. Dies könnte auch den verstärkten Verkauf von Yen gegen Dollar beinhalten, um damit den Yen-Kurs zu drücken und die japanischen Exporte zu verbilligen. Vergangenen Monat hatte die Bank von Japan mitgeteilt, im Januar und Februar mehrfach in den Devisenmarkt eingegriffen zu haben.

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