Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.01.2002

12:30 Uhr

Handelsblatt

Euro-Preistreiberei führt zu Flut von Beschwerden

In den Verbraucherzentralen stehen die Telefone nicht mehr still. Hunderte Bürger empören sich täglich über höhere Preise vor allem in Bäckereien oder Gaststuben.

dpa DüSSELDORF. Die Empörung der Verbraucher über deutliche Preiserhöhungen nach Einführung des Euro wächst. Täglich erreichten mehr als hundert Beschwerden die Euro-Abteilung der NRW- Verbraucherzentrale, bestätigte Sprecher Theo Wolsing am Dienstag einen Bericht der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". Bisher seien mehr als 2500 Beschwerden bei den Verbraucherschützern eingegangen. "Allein 500 Hinweise hatten wir in den ersten vier Tagen seit dem Jahreswechsel", so Wolsing. Besonders Bäcker, Gastwirte sowie Pizza-Lieferanten und Gemüse-Händler hätten nach Einführung der neuen Währung stark an der Preisschraube gedreht.

"Doch wenn die Händler darauf angesprochen werden, haben sie fast immer die gleichen Ausreden parat", meinte Wolsing. Gestiegene Rohstoffpreise sowie höhere Lohnkosten würden die Unternehmen meist als Grund für die Verteuerung angeben. Und die Gemüsehändler würden ihre hohen Preise gerne mit dem Wintereinbruch in Süd-Europa rechtfertigen. "Aber ich will nicht ausschließen, dass einige Händler diese Tatsache nur zum Anlass nehmen, um auf die Waren noch ein paar Cent mehr draufzulegen", sagte der Verbraucherschutz-Experte.

Die genauen Zahlen, welche Unternehmen wie stark die Preise erhöht haben, gebe es noch nicht. "Erst am Donnerstag liegen uns die Januarwerte vor, dann haben wir eine Vergleichsmöglichkeit", sagte eine Sprecherin des nordrhein-westfälischen Landesamtes für Statistik am Dienstag.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×