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03.01.2001

20:33 Uhr

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Europäische Börsen schließen überwiegend leichter

Die europäischen Börsen haben heute vor Bekanntgabe der US-Zinssenkung überwiegend mit Abschlägen geschlossen.

Die europäischen Börsen haben am Mittwoch vor Bekanntgabe der US-Zinssenkung überwiegend mit Abschlägen geschlossen. Händler führten dies auf die anhaltende Verunsicherung über die Entwicklung der US-Konjunktur und die Schwäche bei Technologiewerten zurück. Nach Handelsschluss der meisten europäischen Börsen senkte die US-Notenbank Federal Reserve überraschend die Leitzinsen und erklärte, sie sei nötigenfalls zu weiteren Zinssenkungen bereit, um eine schnelle Abkühlung der US-Konjunktur zu vermeiden. Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz verlor 0,85 % auf 4451,91 Punkte, während der Euro-Stoxx-50-Index für die Standardwerte aus der Europäischen Währungsunion (EWU) um 0,84 % auf 4662,04 Punkte nachgab.



LONDON - FTSE schließt deutlich schwächer

An der Londoner Börse ging der FTSE 100-Index mit einem Minus von 2,2 % bei 6039,90 Punkten aus dem Handel und verzeichnete damit den niedrigsten Schlussstand seit Mai vergangenen Jahres. Die Aktien des Softwareherstellers Autonomy Corp. führten die Verliererliste mit einem Kursabschlag von mehr als 17 % an. Gegen den Trend legten die Titel der Tabakfirma BAT um 2,14 % zu.

ZÜRICH - Schweizer Börse schließt leichter

Die Schweizer Börse hat die frühen Verluste fast wettgemacht und etwas leichter geschlossen. Händler führten die Erholung vor allem auf die Gewinne einzelner Werte wie Novartis, Nestle und die beiden Versicherer Zurich und Swiss RE zurück. Der SMI schloss nach einem Tagestief bei 8030,5 Punkten um 0,2 % tiefer bei 8118,9 Punkten. Nach Angaben von Händlern eigneten sich die defensiven Werte wie Novartis, Nestle und die beiden Versicherungen gut dafür, Kapital zu parken, bis die Stürme an den Märkten vorbei seien.



PARIS - Börse schließt auf Elf-Monatstief

In Paris hat die Börse belastet von der anhaltenden Verunsicherung über die US-Konjunktur und den neuerlichen Kursverlusten von Technologiewerten auf einem Elf-Monatstief geschlossen. Der CAC40-Index ging mit einem Minus von 1,98 % bei 5684,05 Punkten aus dem Handel, nachdem er im Tagesverlauf eine wichtige Unterstützungslinie durchbrochen hatte. Gegen den Trend der Technologiebranche legten Liberty Surf um 10,39 % auf 6,27 Euro zu. Das Unternehmen will Presseberichten zufolge seine Internet-Aktivitäten mit Belgacom[BGC.UL] zusammenlegen. Zu den wenigen Gewinnern zählten auch Carrefour, die sich um 2,08 % auf 68,85 Euro verteuerten.



MAILAND - Mib30 folgt Europa-Trend

Die italienischen Aktienwerte sind dem allgemeinen europäischen Trend ins Minus gefolgt. Der Mib30 ging mit einem Minus von 2,58 % bei 41 972 Zählern aus dem Handel. Angesichts fehlender eigener Impulse könne sich der Markt nicht von den Vorgaben lösen, sagten Händler. Stark unter Druck standen vor allem Seat, die mit einem Minus von 9,13 % auf 1,96 Euro ihre Talfahrt fortsetzten. Experten zufolge ist der Titel in den Augen der Anleger überbewertet. Olivetti verloren 6,73 % auf 2,30 Euro. Gewinne verbuchten ENI, die nach Einschätzung von Börsianern als "sicherer Hafen" angesehen werden. Die Aktie verteuerte sich um 1,17 % auf 6,846 Euro.

MADRID - Gegen den Trend im Plus

An der madrilenischen Börse haben die Aktienwerte angeführt von den spanischen Branchenriesen unter den Energieversorgern Endesa und Iberdrola im Plus geschlossen. Der Ibex ging mit einem Plus von 1,33 % bei 9200,90 Zählern aus dem Handel. Endesa legten um 6,53 % und Iberdrola um 8,90 % zu, was Händler auf Erwartungen zurückführten, dass der viel kritisierte Fusionsplan der beiden Unternehmen scheitern könnte. Die Aktien des Index-Schwergewichts Telefonica stiegen um 1,78 % auf 17,75 Euro und erholten sich damit von ihren Verlusten vom Vortag.



AMSTERDAM - Technologie-Sektor belastet

Die niederländischen Aktienwerte haben belastet von einem schwachen Technologie-Sektor leichter geschlossen. Der AEX gab um 0,68 % auf 629,86 Punkte nach. Gewinne von Werten der Old Economy hielten die Verluste nach Angaben von Händlern moderat. Index-Schwergewicht Philips führte die Verliererliste mit einem Minus von 8,5 % bei 34,45 Euro an. Gegen den Abwärtstrend der Technologiebranche konnten sich KPN behaupten. Die Titel stiegen um 2,37 % auf 12,95 Euro. Händlern zufolge profitiert das Unternehmen nach seinen vorangegangenen Tiefstständen von einer technischen Erholung.



WIEN - Im Trend schwächer

Die österreichischen Aktienwerte haben im europäischen Trend schwächer geschlossen. Der ATX ging mit einem Minus von 1,63 % bei 1052,18 Zählern aus dem Handel. Viele Anleger hielten sich zurück, um die weitere Entwicklung abzuwarten, sagten Händler. VA Tech gaben unterdessen bei hohen Umsätzen 3,48 % auf 30,50 Euro ab. Spekulationen zufolge werde der geplante Verkauf der Informatik-Tochter abgesagt, sofern kein angemessener Preis erzielt werden könne, sagten Börsianer. Telekom Austria legten gegen den Branchentrend 0,8 % auf 6,28 Euro zu, nachdem sie in den vergangenen Wochen kräftige Verluste verbucht hatten.



BRÜSSEL - Nur geringfügig leichter

In Brüssel gingen die Aktienwerte geringfügig leichter aus dem Handel. Der Bel20 gab um 0,09 % auf 3027,74 Zähler nach. Die geringe Gewichtung von Technologiewerten im Index schütze den Markt vor größeren Verlusten, sagten Händler. Das Schwergewicht Fortis legte um 1,56 % auf 35,75 Euro zu, während Dexia 0,67 % auf 194,10 Euro gewannen.



STOCKHOLM - Rezessionsängste belasten

Die Stockholmer Börse wurde Händlern zufolge von Ängsten vor einer US-Rezession belastet. Der OMX rutschte um 4,25 % auf 997,44 Zähler ab. Die Schwergewichte Ericsson und Nokia brachen daraufhin ein. Ericsson verbilligten sich auf 97,50 skr und Nokia auf 369 skr.

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