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26.03.2003

14:08 Uhr

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Ex-Philips-Chef unter Insider-Verdacht

Cor Boonstra, bis 2001 Vorstandsvorsitzender des niederländischen Elektronikkonzerns Philips, muss sich vom 10. April an unter dem Vorwurf illegaler privater Aktiengeschäfte vor Gericht verantworten. Dies teilte am Mittwoch das Gericht in Amsterdam mit.

HB/dpa AMSTERDAM. Die Justiz wirft Boonstra vor, mit Vorkenntnissen Geschäfte mit Aktien des TV-Unterhaltungskonzerns Endemol gemacht zu haben, als dieses Unternehmen von der spanischen Telekom-Gruppe Telefónica übernommen wurde. Außerdem soll er illegalerweise Geschäfte mit Aktien des Einzelhandelskonzerns Ahold nicht gemeldet haben, als er im Ahold-Aufsichtsrat saß.

Als der Philips-Spitzenmanager im April 2001 aus dem Amt schied, kündigte die Justiz an, dass sie gegen ihn ermittele. Dabei wurde bekannt, dass seine Freundin Silvia Toth vor dem Endemol-Verkauf im Aufsichtsrat des niederländischen Unternehmens saß. Durch den Kauf von Aktien kurz vor dem Geschäft und deren Verkauf kurze Zeit später soll er 230 000 Euro Kursgewinn gemacht haben, berichteten die niederländischen Medien.

Im September des selben Jahres wurde ihm vorgeworfen, zu einer Zeit mit Ahold-Aktien gehandelt zu haben als dies börsenrechtlich nicht erlaubt war.

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