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01.04.2003

08:53 Uhr

Ex-Staatsmonopole kommen mit Schuldenabbau voran

Europas Telekomaktien sind wieder gefragt

Die Aktien europäischer Telekomkonzerne dürften Investoren zufolge auch im zweiten Quartal die Benchmark-Indizes schlagen. Bereits in den ersten drei Monaten 2003 waren Telekomaktien die besten Performer im Stoxx 600. Investoren suchen vor allem nach Firmen, die einen voraussehbaren Cashflow bieten.

Bloomberg LONDON. Der Cashflow von Firmen wie Deutsche Telekom, France Telecom und Cable & Wireless wird hauptsächlich im traditionellen Festnetzgeschäft generiert und kann zum Abbau von Schulden verwendet werden.

"Die Aktienkurse der einstigen Monopolgesellschaften können weiter steigen, wenn sie den Gewinn, den sie einfahren dazu einsetzen, ihre Probleme zu lösen", sagt Alan Beaney, Investment-Chef bei Principal Investment Management. "Sie nehmen eine riesige Menge Geld ein, und das werden die Leute auch merken." Die Aktien der europäischen Telekomkonzerne konnten sich 2003 von der allgemeinen Abwärtsbewegung absetzen, nachdem sie in den zwei Jahren zuvor 56 % verloren hatten. Der Telekom-Branchenindex des Stoxx 600 hat seit Jahresbeginn 3 % verloren, während der Index insgesamt 9,5 % abgab. Frühere Staatsunternehmen wie France Telecom, BT Group oder Deutsche Telekom haben ihre Investitionen zurückgefahren und Vermögenswerte verkauft, um ihre Schuldenberge abzubauen. "Die Probleme der Telekomfirmen sind bekannt und in den meisten Fällen gehen sie auch schon länger dagegen vor", sagt Richard Wiseman von Insight Investment Management.

Unter den Mobilfunkanbietern setzen Investoren vor allem auf den Marktführer Vodafone. Seit Jahresbeginn hat die Vodafone-Aktie 1,6 % zulegen können. In 2002 nahm Vodafone 6,84 Mrd. Pfund an Erlösen ein. Gegenüber 1998 bedeutet das eine Verzehnfachung. "Vodafone erzielt inzwischen einen so fantastischen Cash-Zufluss, dass man sie wirklich als etablierten Telekomkonzern bezeichnen kann", lobt Beaney.

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